Kirmes-Bilanz der Händler und Stände

Umfrage unter Schaustellern zeigt: Mancher Stand hat es schwer

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Die Freifläche auf dem Vreithof stößt bei den Kirmesbesuchern nicht auf viel Begeisterung.

Soest - Der „Zyklopenspieß“ vom Mittelalter-Markt ist ein Kirmes-Renner. Fleischbräter Marc Homberger und sein Team grillen ganze Berge von den Fleischkeulen aus Schweinenacken an ihrem Stand auf der Ressource und bestreichen sie mit ihrer Spezial-Marinade.

Entsprechend freuen sie sich in Soest über gute Geschäfte. Und Marc Homberger wünscht sich deshalb noch mehr: „Wir kommen sehr gerne zur Allerheiligenkirmes und möchten auch gerne mit unserem Stand auf den Soester Weihnachtsmarkt“ , sendet er seine Botschaft an die Organisatoren bei der Stadt Soest.

Auch für Loretta Hielscher vom „Hot Wok“ am Dom ist die Kirmes in Soest ein Höhepunkt des Jahres. Nur am Bodensee brät die einzige „blonde und blauäugige Chinesin der Welt“ ihre China-Nudeln noch lieber. Nachdem die letzten beiden Jahre etwas verregnet gewesen seien, liefen die chinesischen Spezialitäten in diesem Jahr besser.

Allerheiligenkirmes am Wochenende

Nicht so zufrieden ist Edmund Heinen aus Düren. Er ist mit kleinen Basketbällen und Körben zum zweiten Mal auf der Soester Kirmes. Auch in diesem Jahr findet er seinen Standplatz Dominikanerstraße nicht optimal. Bei viel Betrieb sei es zu eng zum Stehenbleiben und Mitspielen. Zuvor an der Marktstraße habe es zu wenig Kundschaft gegeben. Angesichts hoher Stand- und Energiekosten sei es schwer, noch Gewinne zu erzielen.

Allerheiligenkirmes: Alle Texte, alle Fotos hier

Probleme mit seinem Stand hat auch der Duisburger Dino Ricciani auf dem Vreithof. Weil das Geschäft „Inspiration“ gegenüber keine Buden vor dem Laden zulässt, fehlt bei Dinos Stand die Budengasse. „Das Ganze wirkt zu leer und weitläuftg“, findet er, dass zu viele Kunden an seinen schicken Schuhen und Accessoires vorbeimarschieren.

„Gut gelaufen“ ist es hingegen beim Gasthaus nebenan. Bei Andreas Rumpf vom Café Schümer gab es wie gewohnt ein ruhiges, aber gutes Geschäftsergebnis zur Kirmes. 

„Zufrieden, wie immer in Soest, wenn das Wetter mitspielt“, ist auch Christina Wilmering von der bunt sortierten Losbude „Glückshaus“ an der Dominikanerstraße. Den Erfolg bestätigt Willi Kaiser vom Gemüseparadies aus Herford. Seine in Bierteig ausgebackenen Champignons und Blumenkohl-Röschen gingen an der Nötten-Brüder-Wallstraße wieder weg wie warme Semmeln.

Nebenan freut sich auch Wilhelm Kleuser mit seinen „fruchtigen Köstlichkeiten“ über reichlich Kunden, die in weiße oder dunkle Schokolade eingegossene Früchte von Banane bis Erdbeere lieben. 

Froh über Kunden, die Süßes lieben, ist auch Familie Heitmann aus Herford, die seit 12 Jahren zur Kirmes anreist. Ihre Crepes mit Nutella, Marmelade oder Butter fanden an der Rathausstraße ebenfalls reißenden Absatz. 

Letztlich ergänzt Mandel-Brennerin Angelika Müller-Stahlschmidt vom Stand an der Sandwelle, das alles gut laufe - wie gewohnt.

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