Post aus Ghana für Schüler des Alde

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Briefe für Ghana

Soest - Seit 2008 gibt es mittlerweile das „Weltwärts-Programm“ der Bundesregierung. Ein Wunsch, der die verschiedenen Freiwilligen eint, ist „etwas Gutes zu tun“ und dabei Einblicke in ein anderes Land und eine andere Kultur zu erhalten.

Der ehemalige Schüler des Aldegrever-Gymnasiums Soest Joel Wagner initiierte als Freiwilliger 2014 eine Brieffreundschaft zwischen seiner Schule in Deutschland und der John William Montessori School in Kumasi, Ghana. Nun ist ein anderer Freiwilliger, Hannes Öhm aus Quakenbrück (Niedersachsen), vor Ort in Ghana und führt diese Brieffreundschaft fort. 

Die Übergabe des Projektes zwischen den beiden Freiwilligen verlief ohne große Probleme. Zwei Lehrerinnen des Gymnasiums in Soest, die von Anfang an für das Projekt eintreten, sind weiterhin engagiert dabei, von Soester Seite aus das Projekt mit Leben zu füllen: Englischlehrerin Cheryl Klawitter hilft den Schülern beim Schreiben der Briefe und Judith Kühnen mit der Schülerfirma Aldesign sorgt für die finanzielle Unterstützung des Projektes. 

Als anfängliche Hürde bei dem Koordinieren des Projektes blieb dem neuen Freiwilligen Hannes Öhm nur noch die Internetverbindung, auf die er sich am Anfang wegen Stromausfalls und anderen Problemen nur schwer verlassen konnte. Ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen, das ist eine Herausforderung im Rahmen eines freiwilligen Jahres, die Zeit vor Ort ist begrenzt. Das Ankommen in einem anderen Land bedeutet mehr, als nur aus dem Flugzeug zu steigen: Ein „Sich-Einleben“ an einem Ort bedeutet, nach und nach die Kultur etwas besser kennen zu lernen, Neues zu entdecken, Unterschiede und Gemeinsamkeiten erfahren. Dies ist ein langer, spannender Prozess. 

Der ehemalige Freiwillige Joel hat während dieses Prozesses durch die Initiierung des Briefaustausches zwei Schulklassen die Möglichkeit gegeben, auf eine ganz eigene Weise die Welt zu erkunden und durch den Austausch den eigenen Horizont zu erweitern. Nachdem der Freiwillige Hannes in den letzten Monaten seine alltäglichen Aufgaben in der John William Montessori School in Kumasi gefunden hat, kümmert er sich nun darum, dass das Projekt am Laufen bleibt: Seit Ende vergangenen Jahres werden wieder Briefe zwischen den Klassen in Afrika und Europa verschickt. Auf diese Weise hat das Projekt einen nachhaltigen Charakter. Die Reise der Briefe dauert mitunter bis zu vier Wochen, das erhöht jedoch nur die Vorfreude auf die ankommende Post. Sowohl die 7a des Aldegrever-Gymnasiums als auch die 6b der John William Montessori School sind begeistert bei der Sache. 

Den Freiwilligen Hannes freut es, den Briefaustausch zu fördern: „Ich möchte den Schülern die Chance geben auch in jungen Jahren Kontakt zu nahezu gleichaltrigen Schülern eines anderen Landes zu haben und dadurch vieles über eine andere Kultur zu lernen. Interkultureller Austausch macht Freude und stiftet Frieden und Freundschaft in unserer krisenumwogenen Welt.“ Es wird nicht nur geschrieben in den Briefen. Als darüber berichtet wurde, wie im jeweiligen Zuhause Weihnachten gefeiert wird, wurde gemalt, gebastelt und es wurden Bilder und Süßigkeiten mitgeschickt. 

„Die Freude in den Gesichtern der Schüler zeigt mir, dass der Austausch etwas bewirkt“, so der Freiwillige Hannes Öhm. Hannes hat sich sehr darüber gefreut, Tipps vom ehemaligen Freiwilligen Joel, der Lehrerin Cheryl Klawitter und der Schülerfirma Aldesign erhalten zu haben und hofft, dass dieser Austausch auch in den nächsten Jahren weitergeführt wird.

Über Hannes’ Zeit in Ghana und seine Arbeit als Freiwilliger kann man auf seinem Blog mehr erfahren: hannesinGhana.jimdo.com.

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