Adamkaserne Soest: Stadt startet Verkauf der Baugrundstücke

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Großes Interesse: Diese Messebesucher erkundigen sich schon mal nach den Konditionen für die Baugrundstücke.

Soest –  Wenn Olaf Steinbicker über das „Belgische Viertel“ auf dem Gelände der ehemaligen Adam-Kaserne spricht, klingt es, als ob das Viertel schon weitaus mehr als nur Pläne auf dem Papier wären. Der Chef der Stadtentwicklung im Rathaus spricht von Nachbarschaftsfesten auf dem Quartiersplatz und Kindern, die mit Kreide auf den verkehrsberuhigten Straßen spielen.

„Es geht darum, Geschmack zu machen“, sagt Steinbicker in Richtung der rund 100 Interessenten, die am Sonntagvormittag in die Stadthalle gekommen waren, um sich ein Bild von dem neuen Wohnviertel zu machen.

Im Rahmen der Regionalmesse HAGA ist am Wochenende die Vermarktung der Privatgrundstücke auf dem ehemaligen Kasernengelände gestartet. Dabei hat die Wirtschaftsförderung erstmals bekannt gegeben, was die Flächen kosten und nach welchem Modus sie vergeben werden. Deutlich wurde dabei das Ziel, Familien in das Wohnviertel zu locken, sie haben wesentlich bessere Chancen auf ein Grundstück als Bewerber ohne Kinder.

Weil die Wirtschaftsförderung davon ausgeht, dass das Interesse für die 60 Grundstücke größer ist als das Angebot, werden die Flächen im Losverfahren vergeben. Dazu gibt es drei Lostöpfe. Im ersten Topf befinden sich Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind, von denen mindestens ein Elternteil in Soest wohnt oder arbeitet.

Im zweiten Lostopf landen Interessenten, die in Soest wohnen oder arbeiten, aber keine Kinder haben und Familien (mit minderjährigen Kindern), die nicht in Soest wohnen oder arbeiten. Alle übrigen Interessenten landen im dritten Lostopf – also auch die, die nicht selbst in die Wohnungen oder Häuser einziehen möchten.

Zunächst werden die Grundstücke dann unter den Bewerbern im ersten Lostopf verlost. Erst, wenn dieser Topf leer ist, sind die Pötte zwei und drei dran.

Wer sich an der Verlosung beteiligen möchte, muss bis zum 30. April einen entsprechenden Bewerbungsbogen ausfüllen und bei der Sparkasse Soest-Werl einreichen.

Dann geht es ganz schnell: Ende Mai sollen die Grundstücke verlost und Ende September die Verträge unterschrieben werden. Und dann sollen zügig die Bagger rollen. Innerhalb von zwei Jahren müssen die Bauarbeiten beginnen, innerhalb weiterer drei Jahre sollen sie abgeschlossen sein. „Wir wollen keine Grundstücksspekulanten haben“, sagt Lars Eiert, er kümmert sich bei der Sparkasse um das Vergabeverfahren.

Wer sich am Wochenende über sein neues Eigenheim auf dem ehemaligen Kasernengelände informiert hat, hatte gleich danach die Gelegenheit, sich an den rund 40 Messeständen weitere Tipps rund ums Bauen und Wohnen zu holen. -  mo

Die Bewerbungsbögen, Grundstückspreise und Vergabemodalitäten sind ab heute auf der Homepage www.belgisches-viertel-soest.de zu lesen.

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