Adamkaserne: Asbest auf allen Dächern

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Mit Atemschutz und Schutzanzügen müssen die Arbeiter in mühevoller Kleinarbeit die asbesthaltigen Platten von allen Dächern entfernen.

Soest - Die Dächer aller Blöcke der Adamkaserne sind mit asbesthaltigen Platten gedeckt. Bevor die Bauarbeiter den zum Abriss vorgesehenen Block VI mit dem Bagger traktieren können, ist daher erstmal Feinarbeit gefragt. Und für diesen Job müssen die Arbeiter in voller Schutzmontur aufs Dach.

Asbest galt wegen seiner Unbrennbarkeit auch im Baugewerbe lange als Wunderfaser, bis die Gesundheitsgefahr, die von diesem Stoff ausgeht, erkannt wurde.

Bereits 1979 wurden in Deutschland erste Asbestprodukte verboten, ein generelles Verbot von Herstellung und Verwendung trat aber erst 1995 in Kraft. Mit dem ungesunden Erbe aus der Zeit davor dürfen sich jetzt die Bauarbeiter beschäftigen. Platte für Platte wird die Dacheindeckung in mühevoller Kleinarbeit herausgenommen. Dabei sollen die Platten möglichst unversehrt bleiben, damit nicht unnötig etwas von den gefährlichen Fasern freigesetzt wird. Die gleiche Prozedur steht alsbald dann auch an allen anderen Blöcken, die nicht abgerissen werden, an.

Professor Dr. Monika Dobberstein, Geschäftsführerin von Wirtschaft und Marketing Soest (WMS), bestätigte am Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung, dass alle Blöcke betroffen seien und alle Dächer neu eingedeckt werden müssen. Das sei bei einer Altlastenuntersuchung festgestellt worden. Die Kosten für die Sanierung seien bereits berücksichtigt worden, auch ansonsten gelte: „Alles läuft nach Plan“, so Dobberstein. In anderen Gebäudeteilen als den Dächern sei kein Asbest verbaut.

Neben den Wohnungen, die in den bestehenden Blöcken eingerichtet werden, werden 60 Grundstücke für den Bau von Wohnhäusern auf dem Areal bereitgestellt. Interessenten an den Grundstücken, deren Vermarktung Ende Februar begonnen hatte, können sich noch bis Ende April um eines dieser Grundstücke bewerben.

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