Bunter Mix im "belgischen Viertel"

Soest -  Die Beratungen um die Zukunft der alten Adam-Kaserne am Meiningser Weg im Soester Südwesten gehen in eine neue Runde. 

Auf der Militärbrache soll – möglichst schon im nächsten Jahr – ein neues Wohnviertel entstehen mit über 300 Adressen und somit Platz für rund 1000 Menschen.

 Damit das Viertel möglichst viel von seinem groben Charakter verliert, soll es in sechs Unter-Quartiere aufgeteilt werden, getrennt von breiten Grünstreifen längs wie quer. Im Gegensatz zu früheren Plänen soll jetzt nur noch einer der sieben großen Alt-Blöcke weggerissen werden. Für alle anderen sechs stehen Investoren bereit. Im Block 3 mit der französischen Kapelle unterm Dach soll sogar die neue stadteigene Wohnungsgesellschaft zum Zug kommen und hier vor allem preiswerte Wohnungen schaffen. „Der Mix macht’s“, sagt Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer im Vorfeld der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, der über das Kasernen-Paket am 14. November befinden soll. Danach dürften die Pläne öffentlich ausgelegt werden und von Bürgern wie Behörden bewertet werden.

 Der Mix reicht von den mehrgeschossigen Wohnhäusern vor allem im vorderen Teil zur Clevischen Straße bis hin zu zweigeschossigen Einfamilien- und Doppelhäusern in Richtung Langer Graben. Den dicksten Block (Nummer 7) am Meiningser Weg hat sich ein Investor ausgeguckt, der hier ein neues Altenheim unterbringen will. Die Genehmigung dafür hat er inzwischen beantragt. Im Gestaltungsbeirat hatte es im Frühjahr noch Diskussionen um den Block 2 am Eingang der Kaserne gegeben. Ein Soester Immobilienkaufmann hat an diesem Objekt Interesse bekundet – allerdings nur in Verbindung mit einem nicht minder großen Erweiterungsbau, den er zwischen Block 2 und der Clevischen Straße platzieren will. 

Das „Belgische Viertel“, wie das alte Kasernen-Gelände im Rathaus-Jargon inzwischen genannt wird, könnte in der zweiten Jahreshälfte erste Konturen annehmen, Voraussetzung dafür wäre freilich ein zügiger Debattenablauf in der kommenden Woche und später im Frühjahr, wenn der Bebauungsplan endgültig verabschiedet wird. 

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