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Der Ring wird wieder zur Großbaustelle: Sanierung beginnt im Frühjahr

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Von: Achim Kienbaum

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In die Jahre gekommen ist die Ringstraße zwischen Paradieser Weg und Bergenring. Der Verkehr hat dort seine Spuren im Asphalt hinterlassen.
In die Jahre gekommen ist die Ringstraße zwischen Paradieser Weg und Bergenring. Der Verkehr hat dort seine Spuren im Asphalt hinterlassen. © Peter Dahm

Es ist einer der am meisten befahrenen Straßenabschnitte in Soest – und das hat seinen Preis: Höflich umschrieben ist der Ring von den Einmündungen des Paradieser Wegs bis zum Bergenring „in die Jahre gekommen“. Im nächsten Jahr soll er deshalb gründlich saniert werden.

Soest – Dirk Mackenroth von den Kommunalbetrieben, der Details des Großprojektes im Stadtentwicklungsausschuss vorstellte, hatte eine gute und eine weniger gute Nachricht für die Politik.

Die gute: Weil der Ring als L 670 in diesem Bereich in die Zuständigkeit von Straßen-NRW fällt, übernimmt der Landesbetrieb bis zu 85 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro. Die schlechte: Während der Arbeiten, die im Frühjahr beginnen sollen und bis in den Winter hinein andauern dürften, wird es zu Sperrungen kommen, die gravierende Behinderungen des Verkehrs zur Folge haben werden. „Wir werden uns bemühen, die nötigen Sperrungen so verträglich wie möglich zu halten“, versicherte Mackenroth zwar, er machte aber auch keinen Hehl daraus: „Das wird sicher öfter mal sehr eng werden“.

Gestaltungsspielraum hat die Stadt überhaupt nur, weil sie im Rahmen einer vertraglich vereinbarten Aufgabenteilung mit Straßen-NRW die Planung und Abwicklung der Baumaßnahme übernehmen wird – wofür sie eine Aufwandsentschädigung erhalten wird. Selber aufkommen muss sie lediglich für die Sanierung der Parkplätze an den Straßenrändern und einiger Gehwegabschnitte und „Angleichungsbereiche“.

Das wird saniert

Zusätzlich zu den bereits umgesetzten Empfehlungen eines Gutachtens zur verbesserung der Sicherheit für Radfahrer wird an den Kreuzungen mit dem Paradieser Weg und dem Hattroper Weg die Radverkehrsführung durch Markierungen verändert. Südlich des Soestbachs wird eine Querungshilfe gebaut mit einer Anbindung an das Fuß- und Radwegenetz. Zwischen Soestbach und Schwemekerweg wird der Radweg zurückgebaut und an der Stelle neu geführt. An der Kreuzung Ring/Hammer Weg/ Schendelerstraße wird die Radverkehrsführung neu markiert.

Im Zuge der Arbeiten werden vor allem die Oberflächen mit einer Gesamtfläche von rund 23 700 Quadratmetern erneuert – eine Neugestaltung einzelner Bereiche ist nur in sehr geringem Maße vorgesehen. Sie betreffen zum Beispiel den barrierefreien Ausbau aller Kreuzungen sowie den Neubau eines breiteren Radweges am Kölner Ring zwischen Paradieser Weg und Oelmüllerweg. Nicht angepackt wird dagegen ein Rückbau der Abbiegerspur zum Bergenring: Das wäre „zu umfassend“.

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