Diakon Peter Breuer beendet 40-jährigen Dienst

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Zum Abschied ein Frühstück im Kindergarten: Diakon Peter Breuer und Ehefrau Beate genießen den Vormittag.

Soest. Diakon Peter Breuer gehört zu den bekanntesten Soester Gesichtern. Nach mehr als 40 Jahren in der Seelsorge geht er jetzt in den Ruhestand und sagt am Sonntag, 29. September,  in der Messe in Heilig Kreuz Tschüss. „Schlicht und einfach“, wünscht er sich diesen Abschied, der ihm, wie er schildert, sehr schwer fällt. 

Lange drehte sich alles um den Beruf, um Heilig Kreuz, später um den Pastoralverbund und jetzt um den großen Pastoralen Raum. Heute tauft er bereits den Nachwuchs der Kinder, denen er einst das erste Sakrament spendete – vier Jahrzehnte sind vergangen, und der künftige Rentner fragt sich, wo die Zeit geblieben ist. Friedhelm Geißen, Pfarrer im Ruhestand, kennt Diakon Breuer aus dem gemeinsamen Dienst für den Herrn. 

Er sagt über den 65-Jährigen: „Er ist kommunikativ und geht auf die Menschen zu. Er ist ansprechbar und spricht andere an.“ Wie ungern sie Peter Breuer ziehen lassen, das zeigten gestern auch die Kleinen des Heilig-Kreuz-Kindergartens. Mit ihrem Erzieher-Team hatten sie den verlässlichen Weggefährten und seine Ehefrau Beate zum Frühstück eingeladen, und alle überreichten eine Rose. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, Anlass für den geistlichen Begleiter auf die bisherigen Stationen zu blicken. Er denkt an die zwölf Jahre als Gemeindereferent in St. Bruno, an die Weihe am 27. April 1991 im Hohen Dom zu Paderborn, den anschließendem Wechsel in den Soester Westen, wo mit Pfarrer Friedhelm Geißen ein langjähriger Vertrauter wirkte. Ihm war er zum ersten Male während eines Praktikums 1975 in Wewelsburg begegnet. Nun kreuzten sich ihre Wege ein weiteres Mal

. „Er hat besonders gute Arbeit geleistet“, sagt Friedhelm Geißen über Peter Breuer, inzwischen der dienstälteste hauptamtliche Seelsorger in Soest. Zur Rückschau gehören aber auch „riesige Umbrüche“ innerhalb der katholischen Gemeinden. „Anfangs hatte fast jedes kleine Dorf einen eigenen Pastor, an der Dekanatskonferenz nahmen 45 Personen teil“, berichtet der Vater zweier Söhne und Opa von fünf Enkeln. 

Doch die Runde wird kleiner, die Strukturen ändern sich. So geht Peter Breuer mit dem großen Wunsch, dass es auch in Zukunft gelingt, in sich wandelnden Zeiten eine gute und lebendige Seelsorge zu erhalten. Heilig Kreuz sieht er als ein Stück Heimat an: „Die Gemeinde ist offen, experimentierfreudig, hier wohnen Menschen, die sich einbringen“, meint er. Zu seinen liebsten Aufgaben zählt die Erstkommunionvorbereitung, „hier passiert Gemeindeaufbau“. Das Miteinander wird in Heilig Kreuz gehegt und gepflegt, dazu gehören den Sommer über Stehtische, um nach dem Gottesdienst noch zu verweilen – eine Einladung, die die Kirchgänger gern annehmen. Das Büro ist geräumt, nun folgt der Urlaub, dann die Zeit ohne berufliche Verpflichtung. Im Ehrenamt bleibt Peter Breuer dem Pastoralen Raum aber weiter verbunden. „Auf Wiedersehen, mach’s gut und Gottes Segen“ “, wird er morgen häufig sicher hören – „ein bewegender Moment“ für den Soester Diakon.

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