Yachtclub Westfalia erhält neue Steganlage

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Zehn Tage hat die Montage der Steganlage am Gelände des Yachtclubs Westfalia Arnsberg in Körbecke in Anspruch genommen. Jeder Steg wiegt an die 50 Tonnen.

MÖHNESEE - Lange haben die Mitglieder des Yachtclubs Westfalia Arnsberg auf neue Anlegestellen warten müssen, doch dieses Warten hat nun ein Ende. Inzwischen ist die neue Steganlage komplett montiert und sie ist wahrlich ein Schmuckstück geworden.

Am Clubgelände am Nordufer des Möhnesees treibt der insgesamt zirka 200 Tonnen schwere und feuerverzinkte Stahlkoloss mit Laufflächen aus sibirischer Lärche auf der Wasseroberfläche, um künftig für 120 Boote sichere Anlaufstelle zu sein.

Nötig geworden war die Anschaffung, da die Vorgängeranlage, die inzwischen 42 Jahre in Benutzung war, einerseits nicht mehr zeitgemäß, andererseits aber auch schlichtweg verschlissen war. „Wir mussten die Stege jedes Jahr aufs Neue reparieren, wobei die anfallenden Arbeiten mit jedem Mal umfangreicher wurden“, berichtet Birte Jungebloed, Pressewartin des Yachtclubs. Da auch die Sicherheit irgendwann nicht mehr gewährleistet gewesen sei, habe man daher reagiert. Unter anderem sei der Vorstand auf diversen Messen unterwegs gewesen, um sich über mögliche Lösungen zu informieren. Schließlich hat jede Steganlage so ihre eigenen Anforderungen, abhängig von ihrer Lage und der Richtung des Winddrucks. „Insgesamt hat die ganze Vorplanung zweieinhalb Jahre in Anspruch genommen“, weiß Jungebloed.

Den Zuschlag für den Auftrag zum Bau einer neuen Anlage bekam im Herbst vergangenen Jahres schließlich die Firma Berghoff aus Sundern. Für die Statik des Ganzen zeichnet wiederum die Firma Becker-Nupe-Hense, ebenfalls aus Sundern, verantwortlich. Seit Dezember wurde mit Hochdruck an der Anlage gearbeitet, wobei drei Stege komplett zu erneuern waren. Die Montage vor Ort, die in den vergangenen Tagen erfolgt ist, dauerte dann insgesamt zehn Tage.

Clubmitglieder packen ebenfalls mit an

„Das ganze ist zu unserer vollsten Zufriedenheit abgelaufen“, freut sich der erste Vorsitzende des Yachtclubs, Klaus Tillmann. Er weiß aber, dass auch den Mitgliedern des Yachtclubs ein Teil der Ehre gebührt. Schließlich waren auch diese tatkräftig dabei, als es darum ging, die notwendigen Vorarbeiten zu leisten. „Im Herbst haben sie etwa an zehn Wochenenden mit großen Einsatz mitgeholfen, die alte Steganlage zu demontieren“, berichtet Tillmann. Und zudem hätten sie mit großer Sachkenntnis an der Generalüberholung des einen Stegs, der nicht erneuert werden musste, mitgewirkt.

Über Jahrzehnte Kapital angespart

Dass sei auch gerade deshalb erfreulich, da auf diese Weise die anfallenden Kosten gesenkt werden konnten, zeigt sich Tillmann zufrieden. Was die Neuanschaffung der Anlage den Yachtclub tatsächlich gekostet hat, darüber hüllt sich der Vorsitzende in Schweigen. Nur so viel: „Es war ein erheblicher finanzieller Aufwand, der allerdings durch das Ansparen eines gewissen Grundkapitals über Jahrzehnte hinweg sowie den Arbeitseinsatz der Mitglieder in einem erträglichen Rahmen gehalten wurde.“ Tatsächlich seien am Ende sogar keinerlei Zusatzkosten für die Mitglieder angefallen.

In den neuen Anlegestellen sieht Tillman die „Basis für für die Zukunft des Vereins“. Da trifft es sich gut, dass diese Basis am Dienstag bei den heftigen Sturmböen schonmal ihre Resistenz gegenüber Wind und Wetter nachweisen konnte. „Das war schon mal eine gelungene Generalprobe“, zeigte sich Tillmann zufrieden. Auch mit Blick auf die Auslastung fällt das Fazit beim Yachtclub positiv aus: „Die Zahl an Liegeplätzen ist im Vergleich zur alten Anlage genau gleich geblieben, wobei wir im Moment zu 100 Prozent ausgelastet sind. Wer jetzt also eine Anfrage stellt, muss erstmal mit einem Platz auf der Warteliste vorliebnehmen“, sagt Birte Jungebloed.

Die feierliche Einweihung des Stegs erfolgt am Ostersonntag, 5. April, um 15 Uhr am und im Clubhaus Schnapp’s Hof im Kreis der Clubmitglieder. Dann wird auch jeder Steg gesegnet und getauft. - hip

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