Kleinere Häuser auf zwei Teilflächen

Westfälischer Hof: Rat entscheidet über Aufteilung des Grundstücks

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Das Grundstück des Westfälischen Hofs wird soll so geteilt werden, dass zwischen den Teilflächen ein direkter Weg Richtung Kurpark oder umgekehrt, wie bei diesem Bild, Richtung Seestraße möglich ist.

Körbecke – Zugunsten einer kleinteiligeren Bebauung soll das Grundstück ehemals Westfälischer Hof aufgeteilt werden, zudem soll der Fußweg zum Kurpark zwischen die beiden Teilgrundstücke verlegt werden, sodass von der Seestraße aus eine direkte Verbindung ohne viele Kurven geschaffen werden kann.

Verknüpft ist mit dieser Aufteilung die Festlegung der Geschossflächen als Maß der baulichen Nutzung. Für das westliche Grundstück wird eine Geschossfläche von 175 Quadratmetern festgelegt. Für das Gebäude auf dem östlichen Teil gilt eine Geschossfläche von 252 Quadratmetern. Diese Festsetzung würde sowohl den Bau eines Gebäudes mit Arztpraxis und Wohnungen als auch eines Gebäudes nur mit Wohnungen ermöglichen. Für beide Möglichkeiten stehen Interessenten bereit. Der Planungsausschuss stimmte diesen Regelungen einstimmig zu, abschließend hat der Gemeinderat das Wort und bis zu dessen Sitzung soll geklärt sein, ob das Projekt Arztpraxis auf dem Teilgrundstück verwirklicht werden soll oder nicht. 

Mit den Regelungen kommt die Gemeindepolitik den Anwohnern des Grundstücks entgegen, die sich unter anderem mit einer Unterschriftenliste gegen eine übermäßig verdichtete Bebauung ausgesprochen hatten. Vollends entsprechen die angestrebten Festsetzungen den Vorstellungen der Anwohner allerdings nicht. Diese hatten eine Aufteilung des Gesamtgrundstücks in der Weise vorgeschlagen, dass Einfamilien oder Doppelhäuser ermöglicht werden. Der Vorschlag der Anwohner nannte denn auch deutlich niedrigere Geschossflächen von 150 und 100 Quadratmeter. Bauamtsleiter Burkhard Schulte führte hingegen an, dass sich Art und Maß der baulichen Nutzung gut in die vorhandene Bebauung eingliedere. Diskussionen gab es im Ausschuss darum, dass die Verwaltung ihre Vorlage aufgrund der Planungen eines Investors gestaltet hatte.

Anwohner-Protest zeigt Wirkung

Die Pläne seien gut, aber es ergebe sich eine gewisse Vorprägung, erklärte Gerhard Bruschke (SPD). Ähnlich äußerte sich Birgit Honsel (CDU). Zudem seien mit den neuen Vorschlägen Namen aufgetaucht, die nach dem Verkaufsinserat der Gemeinde zunächst nicht dabei waren. Zu fragen sei daher auch, ob eine neue Ausschreibung nötig wäre. Ist sie nicht, lautete die Einschätzung von Bauamtsleiter Burkhard Schulte. Der in der Diskussion aufgekommene Begriff der „Mauschelei“ sei ungerechtfertigt. Zudem führte Schulte an, dass die Aufteilung des vorgelegten Planes sinnvoll sei, den Plan dann als eigenen der Verwaltung zu „verkaufen“, erscheine wenig sinnvoll. 

Kein Problem mit der Vorgehensweise mochte Uwe Beißner (Grüne) erkennen. Der Plan sei gut, da habe sich einer viel Mühe mit gemacht. des Weiteren mahnte Beißner, die Vergabe nicht auf die lange Bank zu schieben.

Rat entscheidet

Die Ratssitzung, in der der Beschluss über die Aufteilung des Grundstücks Westfälischer Hof ansteht, findet am Donnerstag, 12. Dezember, im Ratssaal der Gemeinde statt. Der öffentliche Teil beginnt um 17 Uhr.

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