Zwei Brüder tanzen durch die Session

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Jaron und Elias haben den Karneval im Blut. 

Körbecke. Jungen gehören eher selten zum Bild der heimischen Tanzgarden. Elias (13) und Jaron Raddatz (9) bilden die große Ausnahme: Sie stehen mit Begeisterung auf der Bühne, um das gut aufgelegte Publikum im Herzen von Westfalen in Schwung zu bringen. 

Das Talent haben sie wohl von der Mama geerbt: Kirsten Raddatz steckt wie ihren Kindern Karneval im Blut, das hat sie (nicht nur) als Mitglied der „Pink Panthers“ viele Male bewiesen. 

Schwester Emelie (15) machte es gewissermaßen als „Anführerin“ vor: Sie entdeckte früh ihre Leidenschaft fürs Tanzen, und sie erzählte ihren Brüdern, wie viel Spaß es macht, die Choreografien einzustudieren, mit den anderen den Auftritten entgegenzufiebern, dann in der vollen Halle umjubelt und mit stürmischem Applaus gefeiert zu werden. „Das macht Spaß“, erzählen auch Elias und Jaron. Mit den Mädchen kommen sie prima aus. 

Kirsten Raddatz unterstützt die beiden nach Kräften, obwohl sie weiß, dass Tanzgarden häufig das Klischee anhaftet, hier handele es sich wohl eher um eine weibliche Domäne. Ihr sei vor allem wichtig, dass ihre Kinder den Hobbys nachgehen, an denen sie Freude haben, betont sie. Und vor vielen Zuschauern zu zeigen, was man in vielen Stunden eingeübt hat, das muss man sich erst einmal trauen. Für Elias und Jaron spielt der Körbecker Karneval eine wichtige Rolle. Der Ältere, der das Archigymnasium in Soest besucht, erinnert sich noch gut an seine erste aktive Session. Damals ging er noch in den Kindergarten und trug ein Pumuckl-Kostüm. 

Jaron gab seinen Einstand als Zauberer. Seither gehören die Trainingsabende fest zum Wochenplan, damit in der fünften Jahreszeit auch alles rund läuft. 

Da sind Disziplin und Ausdauer angesagt, denn manchmal ist gar nicht so einfach, sich Schrittfolgen und Figuren anzueignen. Da heißt es dann proben und proben, bis alles bestens sitzt. Die Körbecker Tanzgruppen haben viele Fans, und für die Mitwirkenden ist es immer wieder schön, ihren Teil zum Gelingen des Programms beizutragen, den Beifall zu hören und den Wunsch nach Zugaben zu erfüllen. „Es ist klasse, wenn der Saal tobt“, meinen die Brüder. Sie freuen sich auf die Termine, die noch bis Veilchendienstag anstehen. Doch sie nehmen sich auch immer Zeit für andere Lieblingsbeschäftigungen: Dazu gehören der Fußball und der Musical-Projektchor.

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