Bedeutsame Ehrung

Wehrführer erhält das Silber-Ehrenkreuz

Martin Nölle zeigt sein silbernes Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbands nebst Urkunde. Es ist die zweithöchste Feuerwehrauszeichnung.
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Martin Nölle zeigt sein silbernes Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbands nebst Urkunde. Es ist die zweithöchste Feuerwehrauszeichnung.

Besondere Ehrung für Martin Nölle. Der Wehrführer hat das Silber-Ehrenkreuz erhalten. Viel mehr geht nicht. Es handelt sich nämlich um die zweithöchste Auszeichnung der Feuerwehr in Deutschland.

Günne – Wie denn alles angefangen habe, warum er überhaupt Feuerwehrmann geworden ist, will der Anzeiger da wissen. Martin Nölle, Jahrgang 1973, muss da nicht lange überlegen: „Das lag in der Familie: Mein Vater Bernhard war schon Löschzugführer hier, von 1968 bis 1979, und danach noch eine ganze Zeit stellvertretender Löschzugführer – so war ich immer ganz nah dran.“

1990 trat Martin Nölle selber in die Löschgruppe ein und machte Feuerwehrkarriere: Was sich so flott liest, bedeutet neben dem eigentlichen Beruf jede Menge Arbeit in der Freizeit bei Lehrgängen, die ihn schließlich bis ans Institut der Feuerwehr nach Münster führten: Schadenslagen mit allen möglichen kniffligen Szenarien und Stolpersteinen, Führen von großen Verbänden, das funktionierende Zusammenspiel von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und nötigenfalls auch dem Technischen Hilfswerk wird dort ebenso spektakulär wie Kräfte und Nerven zehrend geübt.

Bedeutsame Ehrung: Nölle ist seit 2015 Gemeindebrandinspektor

Seit 2001 ist Nölle selber Zugführer in Günne, seit 2015 Gemeindebrandinspektor und in der Funktion des stellvertretenden Wehrführers auf Gemeindeebene. „Natürlich macht das viel Arbeit, natürlich geht da viel Freizeit bei drauf“, gibt er beim Anzeiger-Besuch unumwunden zu: „Das geht nur, wenn die Familie mitzieht.“ Er schmunzelt: Und es funktioniert natürlich besonders gut, wenn die Ehefrau auch was für Feuerwehr übrig hat: Sabrina Nölle ist seit 1997 selber im aktiven Dienst und inzwischen Hauptbrandmeisterin. „Nein, nein“, sagt Martin Nölle: „Unsere beiden Jungs sind noch zu jung für die Feuerwehr, da müssen wir noch ein wenig warten.“

Dass er Spaß an der Arbeit in der Wehrführung habe, auch das sagt Martin Nölle sofort: „Das mache ich gerne noch ein paar Jahre.“ So hat es auch schon im Anzeiger gestanden: Die Feuerwehrleute aus ganz Möhnesee haben bei der vorgeschriebenen „Anhörung der Mannschaft“ hinter verschlossenen Türen zugestimmt, dass die gesamte Wehrführung gerne noch einmal sechs Jahre dranhängen darf an die jetzt ablaufende Amtzeit. Kreisbrandmeister Thomas Wienecke wird das dem Gemeinderat so empfehlen, der Rat kann der Empfehlung folgen, und danach gibt es neue Ernennungsurkunden von Bürgermeisterin Maria Moritz.

Das Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbands, und damit die zweithöchste Auszeichnung überhaupt in ganz Feuerwehr-Deutschland erhielt Martin Nölle „für hervorragende Verdienste“. „Darüber gibt’s den Orden noch in Gold, dann für herausragende Verdienste.“ Beide Auszeichnungen gibt es nicht „mal eben“, wie in den Richtlinien zur Verleihung nachzulesen ist. Wofür genau er ausgezeichnet worden sei? „Für ganz viel Arbeit“, schmunzelt Nölle und erzählt von den Lehrgängen für technische Hilfeleistung, die er als verantwortlicher Funktionsträger und Leiter auf Gemeindeebene und darüber hinaus angeschoben habe.

Bedeutsame Ehrung: Aufgaben auf vielen Ebenen

„Technische Hilfeleistung“, so erzählt Nölle weiter, „das ist neben der Menschenrettung das große Thema bei der Feuerwehr, sowas wächst mit den Einsätzen, die wir im Laufe der Jahre hatten: Wir lernen ständig dazu, das gilt auch für den Bereich Technische Hilfe, für den Umgang mit Gerät und der ganzen nötigen Ausrüstung, aber auch für die gesamte Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehreinheiten. Vor allem, wenn es über die Gemeindegrenzen hinausgeht. Ich habe mithelfen dürfen, die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren in Soest, in Werl, in Ense, mit dem Rettungsdienst des Kreises zu organisieren und voranzutreiben. Daneben gibt es eine funktionierende Zusammenarbeit mit der Rettungsschule in Dortmund, die regelmäßig Praxis-Wochenenden hier in Möhnesee durchführen – bis hin zu großen Übungen an der Klinik, also da hat sich einiges getan. Waldbrandübungen haben wir ebenso durchgeführt mit benachbarten Feuerwehren und der Feuerwehr Herne – das sind die Dinge, für die es die Auszeichnung gab.“ Nölle macht eine Pause: „Stimmt, das war ja noch nicht alles: So nebenbei gehöre ich auch zur Prüfungskommission der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren aus Coesfeld, Hamm, Soest und Unna – ich staune selber, wieviel das alles ist, wenn man es aufzählt.“

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