In Wamel ist das Vogelschießen Frauensache

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Dieses Fest werden sie nie vergessen: Schützenoberst Matthias Kotewitsch erhielt am Samstag den Orden des Sauerländer Schützenbundes „für hervorragende Verdienste“. Seine Frau Daniela bekam Blumen. Am Sonntag noch einmal, und viel Jubel noch dazu: Sie ist die erste Frau in ganz Möhnesee,die Schützenkönigin wurde. Matthias Kotewitsch ist jetzt König.

Wamel - Daniela Kotewitsch schafft die Sensation: Sie ist erste Schützenkönigin in Wamel und auch in ganz Möhnesee.

Dass Frauen mitmarschieren und mit schießen dürfen, das gibt es erst seit diesem Jahr – die Wameler sind am See und an der Haar Vorreiter mit dieser Regelung. Dass tatsächlich eine Frau gleich auch den Vogel abschießen würde, das war keine ausgemachte Sache, denn mit gleich fünf ernsthaften Bewerbern und Bewerberinnen gab es gestern Vormittag ein spannendes Duell unter der Vogelstange.

Oberst Matthias Kotewitsch räumte fast ab – und am Rest „schnitzten“ lle noch eine ganze Weile. Daniela Kotewitsch setzte um kurz vor 14 Uhr den entscheidenden Treffer, holte ihren Mann mit auf den Thron – und ab dann wurde es sportlich: Zweieinhalb Stunden fürs Kleider kaufen und den Friseur und um halb fünf wieder Antreten zum Abholen? Nein, es klappte dann doch nicht, und die Schützen und Gäste mussten abends ein wenig länger warten. Das eigentliche Fest gehörte ihnen: Cedric Hecker und Corinna Braun waren das strahlend-junge Königspaar, und sie feierten ausgelassen mit einem ebenso jungen und schmucken Hofstaat. 

Schützenfest in Wamel 2019

Eine ganze Reihe von Ehrungen gehörten mit zum Festablauf, und diese stach heraus: Matthias Kotewitsch ist, wie Friedhelm Kleiner vom Kreisvorstand des Sauerländer Schützenbundes vortrug, seit 22 Jahren im Vorstand – zunächst als Fahnenoffizier, dann als Fähnrich, lange als Geschäftsführer und seit 2016 als Oberst. Für ihn gab es unter dem Jubel der Gäste zum Dank am Samstag den Orden des Sauerländer Schützenbundes „für hervorragende Verdienste“, gestern dann die Einladung, an der Seite seiner Frau König zu sein. „Prinzgemahl“ oder ähnliche Verklausulierungen, darauf hatten sie in Wamel keine Lust.

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