Wichtiger Appell der Feuerwehr: "Situation ist hochgefährlich"

Waldbrand am Möhnesee - Spuren vor Ort beweisen: Es war Brandstiftung

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Die Feuerwehr Möhnesee war mit einem großen Aufgebot angerückt. So war sie für alle Fälle gerüstet.

Möhnesee - Die Spuren sind eindeutig: Brandstiftung. Die Feuerwehr Möhnesee rückte am Dienstag mit einem Großaufgebot in den Arnsberger Wald am Südufer aus. Zeugen hatten den Brand entdeckt und wie aus dem Lehrbuch gehandelt. Die Feuerwehr betonte, dass die Waldbrandgefahr noch immer sehr hoch sei.

Um 11.43 Uhr war der Notruf bei der Feuerwehr eingegangen: Waldarbeiter des Ruhrverbandes hatten eine starke Rauchentwicklung aus dem Wald, etwa 200 Meter hinter dem Minigolfplatz, entdeckt. 

Laut Angaben von Einsatzleiter Martin Nölle hätten die Waldarbeiter vorbildlich gehandelt: "Sie hatten Feuerlöscher dabei und konnten den Brand damit so lange klein halten, bis die Feuerwehr da war." Zudem sei es viel wert gewesen, dass sie sehr ortskundig waren: Schon beim Notruf konnten sie die genaue Einsatzadresse nennen. Einer von ihnen passte die anfahrenden Einsatzkräfte ab und wies ihnen den Weg zum Feuer. 

Hubschrauber kann wegen guter Anrufer-Arbeit wieder abdrehen

Da der genaue Ort eines entstehenden Waldbrandes für die Feuerwehr oftmals mit viel Sucharbeit verbunden ist, hatte Einsatzleiter Nölle direkt zu Beginn eine "Hummel", so heißen die Hubschrauber der Polizei-Fliegerstaffel NRW, angefordert, die den Einsatzkräften aus der Luft den Weg hätte weisen können. Aufgrund der guten Arbeit der Anrufer konnte der Polizei-Hubschrauber wieder abdrehen. 

Die Einsatzstelle lag mitten im Wald. 


200 Meter Schlauchleitungen mussten die Feuerwehrleute bis zum Ort des Brandes, der mitten im Wald lag, legen. Letztlich waren es etwa 20 Quadratmeter Waldboden, die in Flammen standen. "Das war Glück im Unglück! Wäre der Wind stärker gewesen und wäre das Feuer nicht so früh entdeckt und bekämpft worden, wäre das nicht so glimpflich abgelaufen", betonte Nölle. 

Brand-Ursache sorgt für Fassungslosigkeit

Die Ursache des Brandes war schnell entdeckt und sorgte auf Seiten aller Beteiligten für Fassungslosigkeit: "Da hat jemand ein Lagerfeuer entzündet", erklärte Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper. Vor Ort seien angebrannte Holzbretter und Kerzen entdeckt worden. 

Die Polizei sucht nun dringend nach Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise werden unter der Telefonnummer 02921/91000 entgegen genommen.

Waldbrand-Einsatz am Möhnesee: Die Fotos

Brandstiftung: Feuerwehr am Möhnesee im Waldbrand-Einsatz

Martin Nölle unterstrich, dass jeder aufgrund der weiterhin hohen Waldbrandgefahr noch immer sehr vorsichtig seien muss: "Durch den bislang trockenen Sommer ist sowieso zu wenig Feuchtigkeit im Waldboden. So langsam geht es auf den Herbst zu, die Blätter fallen von den Bäumen und vertrocknen am Boden", sagte Nölle. Dadurch gebe es im Wald weitere, leicht entzündbare "Brandlast". Die Waldbrandgefahr sei durch das nahende Ende des Sommer also keineswegs gebannt. "Die Situation ist hochgefährlich!"

Großes Aufgebot: Für alle Fälle

Etwa 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr Möhnesee aus dem Löschzug 1 (Löschzug Körbecke und die Löschgruppen Büecke und Wippringsen) und dem Zug 2 (Löschzug Günne und Löschgruppe Delecke) waren vor Ort. "Aufgrund der starken Rauchentwicklung, die gemeldet worden war, war sofort sehr hoch alarmiert worden. Wir hatten viele wasserführende Fahrzeuge im Einsatz und hätten im Ernstfall Schläuche über zwei Kilometer legen können", erklärte Martin Nölle. 

Damit dieser Ernstfall nicht eintritt, sollten alle Waldbesucher und diejenigen, die sich in der Nähe von Wäldern aufhalten, besonders vorsichtig sein.

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