Zum zehnten Mal werkeln sie schon gemeinsam

Wagenbauer fiebern Körbecker Karnevalsumzug entgegen

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„Dai Iulenspaigels“ kennen sich schon seit langer Zeit und haben in den vergangenen Wochen auf dem Hof Jäger ihren zehnten Wagen startklar.

Körb'ke – Ohne die ganzen Truppen im Ort gäbe es keinen Umzug am Fastnachtsdienstag: Mit viel Humor und frechen Späßen nehmen sie das Zeitgeschehen am See und in der Welt aufs Korn, ihre Einfälle beim Wagenbau und ihre Beiträge beim Halt vorm Rathaus drücken jedes Jahr aufs Neue ordentlich aufs Zwerchfell. 

Zugegeben: Mancher Scherz erschließt sich den Einheimischen schneller als den meisten Karnevalstouristen – aber Wissenslücken sind auf Nachfrage schnell geschlossen. Der Körbecker an sich geht ja gemeinhin für recht gesellig durch. 

„Dai Iulenspaigels“ haben wir jetzt auf dem Hof Jäger am Echtroper Weg getroffen, Einheimischen ist die Ecke auch als „Kruis Hiär“ bekannt.

Jan Koppenbrink, Fabian Franke, Ben Schwidtal, Daniel Hermstein, Felix Peck, Frederic Abel, Jan Schröder, John Diephaus, Marvin Kotewitsch, Max und Pius Mandel, Maxi Peck, Björn Tumulla, Niklas Koch, Nils Haveresch, Paul Jäger, Timo Deicke, Magnus Giese und „Praktikant“ Tim Hölscher gehören zur Truppe, die sich aus der gemeinsamen Zeit im Kindergarten und später in der Schule kennt.

„Da bleibt man zusammen, und hier im Ort, da ist das normal, dass man sich zu einer Wagenbautruppe zusammentut“, erzählt Magnus Giese: „Wir haben Spaß daran und bauen jetzt unseren zehnten Wagen – ist das nicht schön?“ 

Gebaut wurde immer samstags, von 10 bis 16 Uhr. Das Material stellt der Karnevalsverein, der Rest ist Ausprobieren bis es klappt: Meister fallen bekanntlich immer seltener vom Himmel. Das Motto für den Wagen? „Wahne cool – was mit Eisprinzessin und so...“ Und dann geht’s schon wieder weiter – wollen ja fertig werden, die Jungs. 

Fußtruppe statt Wagenbau 

Auch die „Schwammhälse“ bauen eifrig – an einer ganzen Batterie von Körben für Heißluftballons, werden sollen das allesamt Modelle, die man sich über den Kopf stülpen und um den Körper tragen kann: „Die Schwammhälse gehen in die Luft“, lautet das Motto für den Umzug. Eine Fußtruppe wollen sie sein in diesem Jahr, keinen aufwändigen Wagen bauen. Ihren Stützpunkt haben sie in Westrich auf dem Hof Luig, und dort haben sie auch ihren Bauwagen aufgebaut – sowas hat man als Truppe, und der Wagen dient nicht nur als Planungs- und Besprechungsraum: Eine schicke Theke haben sie sich eingebaut, einen langen Esstisch mit passenden Stühlen besorgt und sogar eine kleine Küche mit fast allem Zipp und Zapp. 

Die „Schwammhälse“ haben zwar einen Bauwagen, bauen aber keinen Wagen.

„Da sind wir stolz drauf, sowas hat nicht jeder“, sagt Thomas Schindler. Von seinen Jungs wird er kurz „Schinken“ genannt. Und er hat wieder gezaubert, damit niemand Hunger schieben muss: Schweinefilet gibt es, im Blätterteig und gefüllt mit einer Champignon-Zwiebel-Farce. Lecker riecht das. Selbstgebackenes Brot gibt es dazu. 

„Schinken“ ist stolz und will gerade aus dem Rezeptbuch plaudern, da ruft einer dazwischen: „Und was ist hier mit Hollondaise?“ Er duckt sich vorsichtshalber weg: Jetzt ist Stimmung am Tisch! 

Das sind die „Schwammhälse“ in ihrer 38. Session: Thomas Schindler, Bernhard „Farina“ Eickhoff, Mario Domaschke, Sven „Picasso“ Wienke, Karl-Theo „Ssörres“ Spork (Prinz von 2005), Marcel Knickelmann, Franz Wilhelm „Alte“ Altenähr, Sigfried Schulz und Frank „Geppy“ Geppert (KKG-Geschäftsführer).

Infos zum Umzug

Am Dienstag, wenn die anderen Karnevalshochburgen im Kreis Soest wie Lippborg und Welver schon fertig sind, beginnt der Körb'ker Umzug um 10.11 Uhr. Zwei Runden dreht die Kolone dann über die Leopold- in Richtung Hauptstraße und am Rathaus vorbei. Der Ortskern ist dafür von 9 bis 16 Uhr gesperrt. 

Anschließend geht die Party im Festzelt auf dem Pankratius-Platz weiter – bis etwa 22 Uhr.

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