Viel Verkehr bei schönem Wetter

Probleme für die Feuerwehr: Stau am Möhnesee behindert Einsatzfahrten

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Das erhöhte Verkehrsaufkommen am Möhnesee ist derzeit wieder ein viel diskutiertes Thema. Ein wichtiger Aspekt: Die erschwerte Bildung von Rettungsgassen und damit die Behinderung der Arbeit von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst – wie hier bei einem Stau in Delecke.

Möhnesee – Wochenende plus schönes Wetter, das führt am Möhnesee in der Summe schnell zu verstopften Straßen. Was für den normalen Autofahrer ein Ärgernis sein mag, ist für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatzfall ein echter Stressfaktor. Schließlich zählt womöglich jede Minute.

„Wenn die Straßen dicht sind, kann es in der Tat zu Verzögerungen kommen“, bestätigt Christian Böddeker, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Möhnesee. „Unsere Fahrzeuge sind bis zu 2,55 Meter breit, da kann es schon mal eng werden.“ Dies gelte ebenso für Rettungswagen, die fast die gleiche Breite erreichen wie die Lastwagen der Feuerwehr. Allenfalls die Notarztwagen seien ein gutes Stück schmaler und wendiger. Letztlich spielt die Gesamtkonstellation eine große Rolle. 

Viele Autos, Motorradfahrer, die teils in Gruppen unterwegs sind, Radfahrer, Fußgänger – an bestimmten Stellen in der Gemeinde ballt sich eine Menge an Verkehrsteilnehmern zusammen. Eine Rettungsgasse zu bilden, wird dann an bestimmten Straßenabschnitten wegen der Einengungen schwierig. Das gilt Böddeker zufolge in besonderer Weise für den Stockumer Damm. Staut sich dort der Verkehr, können die Einsatzfahrzeuge ebenfalls stecken bleiben, denn wegen dem hohen Randstein können die Autofahrer nicht ausweichen. Auf der Gegenspur zu überholen ist jedoch keine Lösung, kommt dann Gegenverkehr, steckt die Feuerwehr wiederum fest. 

Gefahr durch Rand-Parker

 Auch rund um den Kreisverkehr in Delecke wird es schon mal schwierig, wenn alle Zufahrten mit Verkehr verstopft sind und es weder vor noch zurück geht. Ein Ärgernis sind zudem unzulässigerweise am Straßenrand geparkte Autos, etwa im Bereich des Seeparks in Körbecke. Hier ist zusätzlich damit zu rechnen, dass sich zur Straße hin unvermittelt eine Autotür öffnet und die Insassen aussteigen. Die Fahrer der Feuerwehr seien daher gehalten, hier langsamer und besonders vorsichtig zu fahren. 

Weniger Probleme gibt es hingegen im Bereich der Sperrmauer in Günne, weil hier die einzelnen Verkehrsteilnehmer stärker getrennt sind. Generell mahnt Böddeker, die ausgewiesenen Parkplätze zu benutzen. 

Am Sonntag soll der Verkehr mit einer Demo beruhigt werden

Und was tun, wenn einem als Autofahrer ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn „im Nacken sitzt“, man wegen der Einengungen oder aus sonstigen Gründen aber nicht ausweichen kann? Autofahrer geraten dann schon mal in Panik und bremsen urplötzlich ab, berichtet der Wehrführer. Macht das der Gegenverkehr ebenfalls, ist keinem geholfen. 

Böddeker rät daher dazu, ruhig zu bleiben und angemessen zügig weiter zu fahren, bis sich eine Ausweichmöglichkeit ergibt, an der man die Einsatzfahrzeuge vorbei lassen kann. Ansonsten gelte aber auch, dass der überwiegende Teil der Verkehrsteilnehmer einsichtig reagiert, wenn sich Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn nähern.

Starke Motoren und Automatikgetriebe

Einerseits kommt es bei einer Einsatzfahrt auf zügiges Beschleunigen an, an Kreuzungen, bei der engen Vorbeifahrt an parkenden Autos oder bei Stockungen müssen die Fahrer dagegen oft wieder bremsen bis hin zum Stillstand. Deshalb kommt es Böddeker zufolge bei den Feuerwehrfahrzeugen auf eine starke Motorleistung an, um bei „Stop and go“ zügig voran zu kommen. Eine große Erleichterung sind auch die Automatikgetriebe, die mit dazu beitragen, dass die Fahrer sich voll auf die Verkehrssituation einstellen können.

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