Politiker begrüßen Eigeninitiative, aber:

Verwaltung soll Dirtbikern helfen

So stellen sich das die Möhneseer Dirtbiker vor: Gemeinsam wollen sie ihren Parcours schaffen.eln.
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So stellen sich das die Möhneseer Dirtbiker vor: Gemeinsam wollen sie ihren Parcours schaffen.

Möhnesee – Eine Dirtbike-Anlage im Freizeitpark Körbecke nahe der Seetreppe ist eine prima Sache, vor allem wenn sie von den Jugendlichen selber gebaut wird. Da waren sich die Politiker im Bildungsausschuss, der jetzt in der Möhneseehalle erstmals tagte, einig.

Aber bevor die Jugendlichen mit Schaufeln loslegen und Sand aufschütten und bevor Bäume gefällt werden, sollten Profis „drüber gucken“ und gemeinsam mit dem Nachwuchs einen Plan entwickeln, entschied der Ausschuss und verwies den Antrag von Jugendarbeiterin Lisa Schirmer in die Verwaltung. Die soll ein Konzept erarbeiten und die Jugendlichen einbeziehen.

Sozialpädagogin Lisa Schirmer hatte zuvor erläutert, wie es zu der Idee gekommen war: Fünf 13-Jährige hatten sich darüber Gedanken gemacht, wo sie ihr Dirtbiking betreiben können. Die neue Trendportart ist dem Mountainbiking ähnlich. Mit kleinen, stabilen Rädern, dem Dirtbike, werden Hügel und Rampen befahren und Sprünge gemacht.

Nicht auf den Skater-Platz

Es sei nicht möglich, diesen Sport auf der Skateanlage in Körbecke auszuüben, weil sich dort Skater und Biker ins Gehege kommen, führte Lisa Schirmer aus. Dann werde es gefährlich. Die Nutzer könnten sich gegenseitig verletzen.

Das sei der Grund, warum die 13-Jährigen ein Ausweichgelände gesucht hätten. Die Fläche, die sich die Jugendlichen gemeinsam mit der Sozialpädagogin „ausgeguckt“ haben, biete viel Platz und sei für die Streckenführung gut geeignet. Mit dem Nachbarn, der Adventure Golf-Anlage von Thomas Burkhard, komme man auch gut klar, erklärte Lisa Schirmer.

Von Anfang an alles selber machen

Was sie auf keinen Fall will, sind perfekt angelegte Bahnen, die den Jugendlichen vorgesetzt werden. Vielmehr heißt das Zauberwort „Partizipation“: Die Jugendlichen werden von Anfang an in das Vorhaben eingebunden und bauen die Strecke samt Hügeln, Kurven und Jumps mit Schubkarren und Schaufeln selber. Es entstünden keine Kosten, versicherte die Sozialpädagogin, weil die Erde von umliegenden Baustellen von den jungen Leuten direkt zur Dirtbike-Fläche gebracht werde.

Besonders deutlich werde die Dringlichkeit des Vorhabens beim Blick auf die Corona-Krise: Gerade jungen Menschen tue Bewegung körperlich und seelisch gut, erklärte die Jugendarbeiterin. Ein Bikepark sei genau richtig.

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