Keine weiteren Korrekturen am Verkehrskonzept für Körbecke

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Gegen unerlaubtes Parken und Befahren auf dem Pankratiusplatz wurden zusätzlich zu den Blumenkübeln diese Sitzbänke aufgestellt.

Möhnesee – Die Diskussion um Verkehrsführung und Parkplätze im Ortszentrum Körbeckes fand jetzt im Ausschuss für Bauen und Verkehr eine Fortsetzung. Vor der Sitzung gab es eine Ortsbesichtigung, in der Sitzung wurden die Ergebnisse resümiert. Mit dem Tagesordnungspunkt wurde einmal mehr die Kritik des Vereins „Gewerbe aktiv“ aufgegriffen. Insbesondere die Kaufmannschaft in Körbecke macht die Verkehrsberuhigung für einen Rückgang ihrer Umsätze verantwortlich und fordert deshalb Änderungen am Verkehrskonzept.

Bemängelt wird unter anderem das Fehlen eines Parkleitsystems an den Ortseingängen und eine entsprechende Beschilderung im Ort. Dies wurde im Ausschuss unterschiedlich bewertet. Albert Prange (BG) mahnte dazu, erst die betreffenden Straßenbaulastträger wie den Kreis oder Straßen NRW abzufragen, ob sie entsprechende Beschilderungen zulassen würden. 

Bürgermeister Hans Dickle wehrte sich dagegen, diesen Arbeitsauftrag anzunehmen, wenn unklar ist, ob ein Parkleitsystem überhaupt gefragt ist. Demgegenüber betonte Uwe Beißner (Grüne), dass seine Fraktion genau dies für zwingend notwendig erachte. Eine Lösung hatte Beißner ebenfalls parat: Die Grünen würden derzeit ohnehin ein Parkleitsystem erarbeiten, die angesprochenen rechtlichen Fragen könnten dabei gleich mit abgeklärt werden. 

Gefordert wurde in der Stellungnahme des Einzelhändler zudem der Rückbau der verkehrsberuhigend gemeinten Einschnürungen. Dies ist im Bereich Schützenstraße/Hauptstraße durch Verschiebung erfolgt, an anderer Stelle werde es aber keine Änderungen an den Einschnürungen geben, betonte Dicke. 

Ebenso will der Ausschuss an der Ausweisung der vorhandenen Parkplätze am Pankratiusplatz festhalten. Um Falschparker zu vermeiden seien eigens Bänke aufgestellt worden, betonte der Bürgermeister. Zusätzlich soll aber an einer Stelle ein Behindertenparkplatz ausgewiesen werden. 

Ein weiterer Punkt betrafen unter anderem einen Ausbau der Parkfläche am Haus des Gastes, dafür gebe es einen Ratsbeschluss, so Dicke. Einen Zebrastreifen in der Küerbiker Straße lehne der Kreis Soest hingegen ab. Ebenso sehe der Kreis Soest keine Handhabe, um hinterm Rathaus Parkplätze für Parkuhren auszuweisen. 

Bei der abknickenden Vorfahrt Brückenstraße/Hauptstraße gibt es laut Ausschuss keinen Änderungsbedarf. Die Gewerbetreibenden hatten dagegen moniert, dass viele Autofahrer wegen der Verkehrsinsel irritiert seien und glaubten einen Kreisverkehr vor sich zu haben. 

Änderungen stehen allerdings irgendwann bei der Kreuzung Im Gänsebruch an. Hier soll gemäß dem Verkehrskonzept analog zu anderen Kreuzungen eine abknickende Vorfahrt ausgewiesen werden. Die Planungskosten sollen im Haushalt 2020 berücksichtigt werden.

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