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150 Veranstaltungen: Liz Möhnesee stellt Jahresprogramm vor

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Von: Pia Billecke

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150 Veranstaltungen in zwölf Monaten: Kerstin Heim-Zülsdorf, Leiterin des Landschaftsinformationszentrum (Liz), Mitarbeiterin Carolin Jäschke und Bernhard Schladör, Vorsitzender des Trägervereins, stellten nun das Jahresprogramm der Einrichtung vor. © Dahm

Günne - Dass Naturschutz jeden angeht, möchte das Team des Landschaftsinformationszentrum (Liz) Wasser und Wald Möhnesee vermitteln. Mit dem Jahresprogramm, das rund 150 Veranstaltungen beinhaltet, präsentiert sich die Einrichtung als Ort zum Erkunden und Erleben, aber auch als Ort zum Lernen und Begreifen.

Wasser, Wald, Kultur und Landschaft: Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Arbeit von Liz-Leiterin Kerstin Heim-Zülsdorf und ihrem Team.

Nachdem die Einrichtung 2015 mit dem Zertifikat „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden ist, soll auch das aufgegriffen werden. Bei naturkundlichen Wanderungen, Führungen oder Workshops erfahren die Besucher, wie es um die heimische Natur steht. „Das, was wir tagtäglich sehen und erleben, sind klimatische Veränderungen in unserem Umfeld. Darauf müssen wir hinweisen“, so Heim-Zülsdorf.

Bereits am heutigen Freitag, 22. Januar, geht es mit der Aktion „Nachts im Museum“ los. Die Taschenlampenführung käme bei den Besuchern gut an, sagt die Leiterin. Deshalb habe man sich entschieden, die Aktion für Kindergeburtstage anzubieten. Rund 100 Kinder feiern jedes Jahr im Liz ihren Ehrentag. Der Renner beim Nachwuchs: Die GPS-Schatzsuche, die Indianer- und die Feuerwerkstatt. Als außerschulischer Lernort hat sich das Liz inzwischen etabliert. Gerade Kinder bis zur sechsten Klasse seien schnell zu begeistern, berichtet Heim-Zülsdorf.

In den Ferien gibt es besondere Programme: Zu Ostern bietet das Team eine „Osterhasenrallye“ an, im Sommer geht es beispielsweise auf Piratenschifffahrt oder zum Thema „Kunst“ durch den Wald. „Bewusstsein der Menschen erreichen“ Gut angenommen werden laut Liz-Leiterin die E-Bike-Touren: Mit dem Fahrrad geht es durch die Landschaft des Naturparks Arnsberger Wald – inklusive Führung. Eine Stadtführung zum Thema Konsumkritik wird es zudem am 13. April geben. „Wir können so nicht die Welt verändern, aber dafür das Bewusstsein der Menschen erreichen“, sagt Bernhard Schladör, Vorsitzender des Trägervereins.

Um das Angebot aufrecht zu erhalten, ist das Liz in der Region gut vernetzt. Zusammen mit Ruhrverband, ABU und Forstämtern werden Aktionen durchgeführt: zum Beispiel der Besuch der Fischaufzuchtstation oder die Frühlingsexkursion am Kleiberg. Auch die finanzielle Frage beschäftigt die Verantwortlichen jedes Jahr. Als unabhängige Umweltbildungs- und Naturschutzeinrichtung verfügt das Liz über keine langfristig gesicherte Finanzierung. Durch die Beteiligung an Projekten können aber Fördermittel gesichert werden. Eines davon ist die Renaturierungsmaßnahme „Life-Projekt Möhneaue“, die jedoch 2015 abgeschlossen wurde.

Nun sind die Verantwortlichen auf der Suche nach neuen Fördermöglichkeiten. Konkret möchten sie zwar noch keine Projekte nennen, sind aber zuversichtlich, bald wieder einen Erfolg vermelden zu können. Insgesamt 14 000 bis 15 000 Besucher zählt das Liz pro Jahr. Eine Zahl, die zufrieden stellt, bei der Schladör aber klar macht: „Wir verkraften noch mehr.“

Erhältlich ist das Jahresprogramm im Liz, bei der Touristik Möhnesee und Soest und den Sparkassen und Volksbanken in Soest und Möhnesee.

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