Behindertengerechte Ferien bei Neuhaus

Urlaub auch mit Handicap im Gutshaus Wilhelmsruh am Möhnesee

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Vor einem Jahr erwarb das Landwirte-Ehepaar Anna und Paul Cilker aus Herzebrock-Clarholz das Gutshaus Wilhelmsruh und baute es behindertengerecht aus. Betreut wird es inzwischen von Gisela und Peter Jost.

Möhnesee -  Idyllisch liegt das Anwesen „Gutshaus Wilhelmsruh“ nicht weit vom Haus St. Meinolf im Hevetal bei Neuhaus. Drinnen haben sich jetzt die ersten Gäste eingefunden. Sie finden hier erstmalig am Möhnesee die Möglichkeit vor, behindertengerecht Urlaub zu machen. Das „Jagdschlösschen“ liegt in idyllischer Lage am Waldrand inmitten einer gepflegten Gartenanlage.

Das Interieur bietet Komfort und das Ambiente eines gehobenen Landhauses. Es ist geeignet für Familienfeste, Tagungen und ähnliches, kann auch von Familien oder Gruppen angemietet werden. Parkmöglichkeiten sind vorhanden, Grill und Feuerstelle können genutzt werden. Der nahe Möhnesee mit dem Zentralort Körbecke, mit Freizeit, Bootsfahrt- und Segelmöglichkeiten sowie Ausflugsschiff ist etwa fünf Kilometer entfernt.

 Im Juni 2017 kaufte das Landwirte-Ehepaar Anna und Paul Cilker aus Herzebrock-Clarholz das Gutshaus Wilhelmsruh. Herzenswunsch der beiden war es, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Möglichkeit haben, mit ihrer Familie oder Betreuern Urlaub machen zu können. Allzu gut aus eigener Erfahrung wussten die beiden, was es heißt mit einem schwerstbehinderten Familienangehörigen eine passende Unterkunft zu finden. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten konnten inzwischen die ersten Gäste begrüßt werden. Auch für Gruppen und Familien bis 20 Personen bietet das Guts haus ausreichend Platz. 

Am Möhnesee behindertengerecht Urlaub zu machen ist gar nicht so einfach, im Gutshaus Wilhelmsruh aber zum Beispiel dank Aufzug problemlos möglich.

Zur Geschichte: Das Guts haus Wilhelmsruh gilt als eine Perle im Arnsberger Wald. Das einst im Jahre 1914, also vor 105 Jahren erbaute Anwesen von Baron von Donner, hat einiges erlebt. Unter anderem diente es der Familie von Opel als Forstverwaltung, die aber Ende der 70 Jahre aufgelöst wurde, was dann zum Leerstand des Hauses führte. 

Anfang der 80 Jahre erwarb der Steinbruchbesitzer und Fuhrunternehmer Heinrich Brühne das Gutshaus Wilhelmsruh von der Familie Opel. Schon Jahre zuvor hatte Heinrich Brühne mit seinem Vater die Jagd im Arnsberger Wald ausgeübt und sich in das Haus verliebt. In den darauffolgenden Jahren wurde das Gutshaus mit aufwendiger Gartengestaltung, einfallsreichen Umbauten und Jagdmotiven, zu dem Erscheinungsbild gestaltet, was heute noch zu bewundern ist. Nach dem Tod von Heinrich Brühne verkaufte seine Ehefrau Susanne Brühne den Familienbesitz an das Ehepaar Cilker. 

Dank Aufzug alle Etagen erreichbar

Das Gutshaus verfügt auf drei Etagen über acht Schlafräume und drei Badezimmer sowie zwei separate Toiletten. Alle Etagen vom Keller bis zum Obergeschoss sind mit dem Aufzug auch im Rollstuhl leicht zu erreichen. Es stehen Pflegebetten zur Verfügung, im Haus befindet sich auch ein Deckenlift, worüber Duschsitze und zwei Toiletten zu erreichen sind. Dazu kommt noch ein mobiler Lift.

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