Techno auf der Staumauer - schöne Orte, an denen andere keine Musik machen

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Stefan Schindel (links) und Nils Koenig haben am Samstagabend auf der Sperrmauer aufgelegt. Mitgefeiert hat auch Tim (6) aus Soest. Wie alle ganz jungen Fans bekam er Ohrschützer aufgesetzt.

„Ein richtig guter DJ ist er“, sagt Mareille aus Soest und fällt Stefan Schindel  um den Hals: „Toll gemacht!“ Es wummert auf der Sperrmauer, gleich unter dem ersten Turm.

Manchmal sind’s um die hundert, die hier stehen und zuhören oder gleich mittanzen: Stefan Schindel aus Soest hat den Abend organisiert. Er ist Grafiker, mit Hingabe DJ, und er ist immer auf der Suche nach schönen Orten, wo andere keine Musik machen. Nicht sofort, dann aber hat er vom Ruhrverband die Genehmigung bekommen, auf der Mauer Techno zu spielen 

„In Soest haben wir ja keine Plattform mehr – leider“, sagt er: „Unsere Clubs sind weg.“ Im Wechsel mit Nils Koenig aus Dortmund legt er auf – jeder zwei Stunden am Samstagabend. Von sechs bis um zehn geht die Party. „Das ist nix Kommerzielles hier – wir wollen nur Musik machen und Spaß haben, ganz zwanglos“, sagt Schindel und erklärt, was einen guten DJ ausmacht: „Das Publikum muss er lesen können, wissen, wie er Melodien abmischt, zu diesem Grundrhythmus dazumischt, der wie ein Herzschlag pulsiert.“

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