Anwohner verwundert

Stockumer Eichen: Asylberechtigte wohnen noch auf dem alten Campingareal

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Während die Camper von dem Gelände inzwischen abgezogen sind, wird das Hausmeisterhaus derzeit durch die Gemeinde noch als Unterkunft für Asylberechtigte verwendet.

Möhnesee – Die Camper von dem ehemaligen Campingplatz Stockumer Eichen sind abgezogen, die Infrastruktur für die Versorgung der Wohnwagen ist abgebaut, nur das Hausmeisterhaus im Eingangsbereich wird noch immer für Wohnzwecke genutzt. Das führte bei Anwohnern zu einer gewissen Verwunderung, hat aber seine Richtigkeit.

Weil die Suche nach passendem Wohnraum schwierig ist, bringt die Gemeinde hier im Fall des Falles weiterhin Asylberechtigte unter. Das erläuterte Bürgermeister Hans Dicke auf Nachfrage. Gemäß einer Vereinbarung mit den neuen Eigentümern des Geländes könne die Gemeinde das Gebäude so lange belegen, bis die Folgenutzung umgesetzt wird. 

Die Gemeinde habe in den vergangenen fünf Wochen jeweils etwa zehn Asylberechtigte pro Woche zugewiesen bekommen, diese anerkannten Flüchtlinge haben ein dauerhaftes Bleiberecht, werden seit einer entsprechenden Gesetzesänderung nach dem erfolgreich durchlaufenen Asylverfahren für die Dauer von drei Jahren einer bestimmten Kommune zugewiesen, dies solle eine gleichmäßigere Verteilung gewährleisten, weil es viele anerkannte Asylbewerber in die Großstädte gezogen hatte. 

So viele Asylberechtigte sind der Gemeinde zugewiesen

Als Puffer für die zugewiesenen Asylberechtigten dienen in der Gemeinde die beiden Wohnheime in der Alten Schule und am Kirchplatz in Körbecke. Im Notfall werde auch auf das Campingplatzgebäude Stockumer Eichen zugegriffen, so Dicke. Aktuell sind der Gemeinde 60 Asylberechtigte zugewiesen, für 40 Personen wird derzeit Wohnraum gesucht, die Suche erfolge in Zusammenarbeit mit dem Asylarbeitskreis und dem Runden Tisch Möhnesee. 

Ziel sei es, dass die Asylberechtigten selbst eine Wohnung anmieten, einen Arbeitsplatz finden und ein neues Leben aufbauen können. „Das sind Menschen wie du und ich, die wir als Gesellschaft integrieren müssen“, betonte Dicke

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