Win-win-Situation?

SPD-Vorschlag: Schützen sollen Stellplätze für Camper anbieten

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Lars Kotewitsch (links) und Niclas Dittrich (rechts) sind als Jugendwart und Beisitzer der junge Nachwuchs im SPD-Ortsverein. Auf Abstand mit im Bild: Ortsvereinsvorsitzender Harald Beckers und der parteilose Bürgermeister-Kandidat Florian Kamp.

Stockum – Wer eine Außengastronomie betreibt, soll unkompliziert und ohne Pachtkosten Möglichkeiten bekommen, die Flächen dafür zu vergrößern, damit man arbeiten und die aktuell vorgeschriebenen Abstände einhalten kann.

Das schlägt SPD-Ratsfraktionschef Gerhard Bruschke vor und möchte das so durch den Rat bringen: „Wir leben in der Gemeinde vom Tourismus, wir wollen den Gastronomie-Betrieben helfen, damit sie nicht wegbrechen“, sagte er bei der jetzt nachgeholten Hauptversammlung des Ortsvereins. 

Im Speisesaal der Stockumer Schützen saßen die Genossen beieinander und richteten den Blick auf praktische Lösungen: Wieviele Camper werden nach Möhnesee kommen, wo jetzt das Reisen unter Auflagen wieder erlaubt ist und viele eher in Deutschland Urlaub machen dürften? Wohin mit den Wohnmobilen?

Blick auf die Campingplätze

 Der offizielle Platz in Delecke ist bereits gut belegt, reicht der zusätzliche Behelfsplatz in Völlinghausen neben den ehemaligen Tennisplätzen? Benehmen sich alle Camper und kippen Fäkalien nicht in den Wald? Sind Camper so rücksichtsvoll, nicht bis zur Rismecke hochzufahren und gar im Wald zu grillen – wo doch jetzt schon vor Waldbränden gewarnt wird? 

„Wir sollten kurzfristig Alternativen anbieten“, regte Christian Klespe an. Er möchte Gespräche zwischen der Gemeinde und den Schützenbruderschaften in Gang bringen, die eigene Hallen zu unterhalten haben. „Könnte es denen ein wenig Geld in die Kasse bringen, wenn sie Stellplätze anbieten dürften – wo doch überall die Schützenfeste ausfallen? Wie organisiert man das – rechnet sich das? Wir sollten zumindest drüber reden“, so Klespe. Die SPD-Fraktion im Rat soll das schnell zum Thema machen, damit die Gemeinde auf die Schützen zugehen kann mit einem solchen Angebot. 

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„Wir brauchen schnell praktische Lösungen, damit alles wieder ans Laufen kommt. Wir müssen vor die Lage kommen, wie es bei der Feuerwehr heißt“, so befürwortete Florian Kamp diese Vorschläge: „Man sollte mit allen darüber reden, das gehört mit zum Krisenmanagement, das jetzt nötig ist.“ Der parteilose Kamp, der mit Unterstützung von SPD und FDP Bürgermeister werden will, nahm als Gast an der Versammlung teil, um sich noch einmal vorzustellen. 

So liefen die Wahlen: Moritz Schmitt (33) aus Körbecke wurde in Abwesenheit neuer zweiter Vorsitzender und löst den langjährigen Frontmann Gerhard Bruschke ab. Ferdinand Künemund bleibt Kassierer, Lars Kotewitsch Jugendwart. Christian Klespe, Johannes Mertens, Kerstin Schlüter, Christian Kaldewey und Niclas Dittrich sind Beisitzer.

Ratssitzungen als Tournee über die Dörfer

„Corona hat das politische Leben in der Gemeinde zum Erliegen gebracht“, stellte Fraktionschef Gerhard Bruschke in seinem Bericht zur Lage fest. Auch nach den ersten Lockerungen gebe es Ratssitzungen wohl noch eine ganze Zeit auf Abstand – so wie in der vergangenen Woche in der Schützenhalle. Dorthin waren alle ausgewichen, weil der neu gebaute Ratssaal für die aktuellen Regeln dann doch zu klein ist. Bruschke schlägt vor, künftig mit den Versammlungen auf Tournee über die Dörfer zu gehen und reihum überall dort zu tagen, wo eine geräumige Schützenhalle zur Verfügung steht.

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