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Sikawild: Jäger am Möhnesee sind gegen Totalabschuss

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Wenn es um den in Rede stehenden Totalabschuss des Sikawildes im Arnsberger Wald geht, wollen die heimischen Jäger, wie sie jetzt erläuterten, nicht besonders entschlossen anlegen.
Wenn es um den in Rede stehenden Totalabschuss des Sikawildes im Arnsberger Wald geht, wollen die heimischen Jäger, wie sie jetzt erläuterten, nicht besonders entschlossen anlegen. © dpa

MÖHNESEE - Noch immer schlägt die Debatte um das Sikawild im Arnsberger Wald hohe Wellen. Gerhard Vorwerk, Leiter des Hegerings Möhnesee, wurde daher nun aktiv, verfasste im Namen der Revierinhaber im Bereich des Hegerings ein offizielle Erklärung.

„Es ist uns wichtig, klar Stellung zu beziehen und unser Anliegen so noch einmal zu verdeutlichen“, erläutert Vorwerk den Hintergrund dieses Schrittes.

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Nachdem der passionierte Jäger sich Anfang des Jahres ein erstes Mal in der Presse zu Wort gemeldet und seinen Protest gegen den geplanten Totalabschuss der Wildart publik gemacht hatte, bemerkte er einen deutlichen Anstieg des allgemeinen Interesses.

„Ich bin oft angesprochen worden, auch von weiteren Medien oder Kollegen aus anderen Hegeringen im Arnsberger Wald“, so Vorwerk. So sei die Idee entstanden, zumindest für den Raum Möhnesee einheitlich Stellung zu beziehen.

„Es geht darum, eine Wildart zu erhalten“

„Wir hatten am Montag ein Treffen auf Ebene des Hegerings, zu dem alle Revierinhaber eingeladen waren. Ein Großteil von ihnen war anwesend und in diesem Zuge habe ich die Zustimmung erhalten, im Namen der Revierinhaber eine Erklärung abzugeben“, beschreibt Vorwerk den Entstehungsprozess der Verlautbarung.

Man wolle sich an einem Totalabschuss des Sikawildes aus ethischen Gründen nicht beteiligen, heißt es dort, die Ausrottung der Wildart wolle man nicht billigend in Kauf nehmen.

Somit wird klar Stellung gegen die Pläne der Landesregierung bezogen, deren Gesetzesentwurf zur Novellierung des Landesjagdgesetzes eben jenen Totalabschuss für das Sikawild ermöglicht.

„Es geht uns darum, eine Wildart zu erhalten, die nach unserer Auffassung fest zur Region gehört. Dazu zählt für uns als Jäger natürlich, den Bestand bei Bedarf zu regulieren, aber eben nicht auf alles zu schießen, was nach Sikawild aussieht, nur weil es rechtlich ermöglicht wird.“

Mit dieser Vorgehensweise hoffe er in Zukunft auch auf eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung, berichtete Vorwerk.

„In der nächsten Zeit wollen wir Unterschriftenlisten in den Ortschaften am Möhnesee auslegen und so die Online-Petition der Hegegemeinschaft Arnsberger Wald unterstützen“, berichtet der Leiter des Hegerings Möhnesee.

Bei Interesse wäre auch ein Informationsabend für die Bürger möglich. So wollen die Jäger so viele Menschen wie möglich für ihr Anliegen mobilisieren, um dadurch mehr öffentlichen Druck zu erzeugen. - fst

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