Sikawild: Petition gegen Abschuss

+
Wolfgang Krengel, Vorsitzender der Hegegemeinschaft Arnsberger Wald.

MÖHNESEE - Gegen den Totalabschuss des Sika-Wildes im Arnsberger Wald regt sich weiter erheblicher Widerstand. Die Hegegemeinschaft hat jetzt eine Petition gestartet, die online unterschrieben werden kann.

Die Online-Petition

Hier gelangen Sie direkt zur Online-Petition. Sie kann direkt unterschrieben werden. Die Petition kann über den jeweiligen Button auch in sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook, geteilt werden. Zusätzlich können Unterschriftenlisten heruntergeladen und an die Hegegemeinschaft zurückgeschickt werden. Auch hier sind parallel schon viele Stimmen gesammelt worden.

Seit 1893 lebt das Sikawild im Arnsberger Wald rund um den Möhnesee. Doch wenn es nach der nordrhein-westfälischen Landesregierung in Düsseldorf geht, könnten die Sikas allerdings schon im nächsten Jahr aus dem Landschaftsbild verschwunden sein. Denn durch die Novelle des Landesjagdgesetzes, die schon seit Monaten in NRW kontrovers diskutiert wird, droht den ursprünglich aus Asien stammenden Tieren der Totalabschuss.

Die Neufassung des Gesetzes sieht ausschließlich heimische Tierarten im Arnsberger Wald vor – und als diese wird das Sikawild nicht angesehen, obwohl es dort seit über 120 Jahren zu finden ist. Die Hegegemeinschaft Arnsberger Wald, zu der auch der Möhneseer Bereich gehört, versucht seit Wochen alles, um die drohende Ausrottung der Sikas zu verhindern.

Die Gemeinschaft startete ihre Kampagne im vergangenen Monat, machte die Öffentlichkeit über die Medien erstmals über den drohenden Abschuss aufmerksam und nahm schriftlich nochmals Kontakt zu Landesumweltminister Johannes Remmel, den Fraktionen im Landtag sowie Landrätin Eva Irrgang auf. „Die Landrätin unterstützt unser Vorhaben, die Sikas zu erhalten, möchte sich aber nicht in das parlamentarische Verfahren einmischen. Der Minister hat sich zu unserem Schreiben bislang nicht geäußert. Aber das ist für uns ja nichts Neues mehr“, sagt Thomas Reiche, 2. Vorsitzender der Hegegemeinschaft. Insgesamt gibt sich Reiche aber weiterhin zuversichtlich und berichtet von teils guten Gesprächen mit verschiedenen Parteivertretern, die Anfang 2015 fortgesetzt würden.

Parallel dazu geht die Hegegemeinschaft-Initiative gegen den Totalabschuss des Sikawildes im Arnsberger Wald in die nächste Runde. „Wir haben eine Online-Petition geschaltet, die bereits nach zwei Tagen von 1000 Bürgern aus Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz und Schweden unterzeichnet worden ist. Das beweist die breite Unterstützung, die das Sikawild im Arnsberger Wald in der Bevölkerung hat“, sagt Wolfgang Krengel, Vorsitzender der Hegegemeinschaft. „Da die Novelle des Landesjagdgesetzes bereits in den ersten Monaten des nächsten Jahres vom Landtag verabschiedet werden soll, kommt es jetzt auf jede Stimme an!“, so Krengel weiter.

„Unterstützen Sie die Initiative“, bittet auch Thomas Reiche, der nochmals den Standpunkt der heimischen Jäger deutlich erklärt: „Wir fordern, dass das seit 1893 im Arnsberger Wald beheimatete Sikawild auch zukünftig hier weiter leben darf. Wir fordern deshalb die Beibehaltung des im Landesjagdgesetz definierten Verbreitungsgebietes für diese Wildart.“

Besonders sauer stößt der Hegegemeinschaft weiterhin die Ungleichbehandlung gegenüber dem zweiten – deutlich kleineren – Sikawild-Verbreitungsgebiet in Beverungen (Kreis Höxter) auf. Dort sollen die Sikas laut Novelle des Landesjagdgesetzes als heimisch anerkannt werden und damit erhalten bleiben. „Dieser Zusammenhang erschließt sich uns nicht. Es muss gleiches Recht für alle gelten“, sagt Reiche. - wm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare