Schwimmbad trocken gelegt: Der Hubboden "klemmt"

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Das Wasser ist raus: Weil der Hubboden klemmt, wurde das Lehrschwimmbecken abgelassen, in der kommenden Woche wird geprüft, ob und wie sich eine Reparatur noch lohnen könnte.

Möhnesee – Die Schwimmer der Möhnewelle und auch alle anderen sitzen derzeit, was ihr angestammtes Trainingsbecken angeht, auf dem Trockenen. Und zwar im Wortsinn. Wegen eines technischen Defekts am Hubboden des Lehrschwimmbades wurde inzwischen das Wasser komplett abgelassen, in der kommenden Woche soll ein Experte das Problem begutachten. Danach wird entschieden, ob und wie eine Reparatur oder eine weitere Benutzung des Bades möglich ist.

Wassergymnastik, Aquaball und Schwimmkurse des Vereins Möhnewelle und das Schulschwimmen müssen derzeit jedoch ausfallen. Sehr zum Bedauern der Schwimmsportler, wie Alwine Sauter erklärt, die beim Schwimmverein Möhnewelle unter anderem für das Kinderschwimmen zuständig ist. Wie Sauter erläutert, hat sich der Hubboden verzogen, so dass er nicht mehr bewegt werden kann. 

Der Hubboden ist auf einer Seite über die „ganze Beckenlänge „abgesackt“, berichtet Bauamtsleiter Burkhard Schulte. Weder die Klärung der Ursache noch die Prüfung für eine Reparaturprognose seien mit eigenem Personal möglich. 

Das Beckenwasser sei zwar abgelassen, es sei aber nicht zu verantworten, jetzt ohne Eigensicherung oder Sicherheitsvorkehrungen den Boden durch die vorhandenen Einstiegsluken zu öffnen, um die Technik darunter in Augenschein zu nehmen. 

Deshalb sei zu beachten, dass aus Sicherheitsgründen außer dem Personal der Hersteller- oder Wartungsfirma niemand den Hubboden betreten oder sich darunter begeben darf, solange dieser nicht abgesichert wurde. 

Mit der Herstellerfirma sei ein Termin für einen Service- und Wartungsmonteur vereinbart. Nach Klärung der Ursache und des Schadens sei dann zu entscheiden, was zu tun ist. Mit einem gewissen Optimismus sei davon auszugehen, dass eine Reparatur und eine rasche Wiederinbetriebnahme denkbar ist, so Schulte. 

Das Bad sei aus Sicherheitsgründen jetzt bereits vor den Sommerferien geschlossen worden. Während früher die Schulferien für Wartungsarbeiten bei geschlossenem Bad genutzt wurden, ergebe sich jetzt vielleicht die Chance, die Wartung mit den Reparaturarbeiten durchzuführen. Dann könnte das Bad gegegbenfalls auch in der Ferienzeit für die Öffentlichkeit geöffnet werden, dies sei aber noch nicht sicher. 

Bürgermeister Hans Dicke berichtete ergänzend, dass es schlimmstenfalls, wenn eine Reparatur nicht erfolgen kann, möglich ist, den Hubboden in eine mittlere Höhe zu bringen und dauerhaft stehen zu lassen, so dass immerhin ein Schwimmbetrieb möglich wäre. Dass sich bei dem betagten Bad irgendwann eine endgültige Havarie ergeben könnte, wird schon seit längerem befürchtet. 

Verhindert werden konnte dies bislang durch einen erhöhten Einsatz bei Wartung und Reparaturen. Über ein finanzielles Limit, ab dem kein weiterer Aufwand mehr betrieben wird, habe man bislang noch nicht nachgedacht, so Dicke.

Einen reibungslosen Schwimmbetrieb mit zusätzlichen Möglichkeit wie einem 25 statt des alten 15 Meter langen Becken verspricht der Neubau, der östlich der Grundschule errichtet wird. Das neue Lehrschwimmbecken kommt auf etwa etwa 4,5 Millionen Euro. Davon entfallen 3,9 Millionen auf den Bau des Schwimmbades, der Rest wird für Parkplätze, Gehwege, Grünanlagen und den Anschluss ans Nahwärmenetz benötigt.

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