Fünfte Jahreszeit auf der Kippe

Körbecker Jecken lehnen Einschränkungen ab: "Schunkeln auf Abstand ist kein Karneval!"

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Umzug mit Maske? „Dai Hannebummels“ machten es im vergangenen Jahr mit dem Doktorwagen auf dem Pankratiusplatz vor.

Körb’ke – Wird der Elfte im Elften ein eher stiller Feiertag, weil es neuerdings krank machen könnte, wenn man zusammen aus vollem Herzen lacht? „Doofes Virus!“, sagen die Jecken. Zwar soll ein „Narren-Knigge“ die Karnevalshochburgen corona-tauglich machen, hieß es am Wochenende aus dem Rheinland.

Aber: „Wir hier sind uns im Vorstand einig: Entweder feiern wir alle zusammen den Körb’ker Karneval richtig oder gar nicht“, sagt Aloys Koch dazu. Er ist Vorsitzender der Körbecker Karnevalsgesellschaft (KKG) und hat wie so viele das „unwuise“ Treiben und diese ganz besondere Liebe zum Ort schon von Kindesbeinen an im Herzen. 

Koch weiter: „Schunkeln auf Abstand? Keine Körb’ker Lieder schmettern? Bei den Garden nur zehn Tänzerinnen auf der Bühne? Begrenztes Publikum? Das ist kein Karneval, das ist organisatorisch nicht zu stemmen, das rechnet sich auch nicht. Wir beobachten natürlich die Veröffentlichungen aus dem Rheinland, wir hören natürlich die Bitte des Präsidenten des Deutschen Karnevalsbundes, die Session 20/21 nicht komplett abzusagen, sondern regional nach Lage zu entscheiden, nach neuen Formen oder Alternativen zu suchen. Einschränkungen jedoch, und soviel kann ich für die 131. Session schon sagen nach der aktuellen Vorstandssitzung, wird es bei uns nicht geben.“ 

„Organisatorisch nicht zu stemmen“

Karneval ohne Berührung, kontaktloses Schunkeln, das gehe genauso wenig wie Körb’ker Karneval ohne das Schmettern der Karnevalslieder oder ein Bühnenprogramm ohne komplette Tanzgarden. Die „Prinzenmacher“, sie dürften wegen der prekären Lage vorerst wohl auch nirgends klingeln. Ob die Jecken am Elften im Elften im Hotel „Haus Griese“ tagen werden, um die Session zu eröffnen, darüber sei das letzte Wort allerdings noch nicht gesprochen. „Noch haben wir ein paar Wochen Zeit. Wir werden im Sinne aller Karnevalisten entscheiden. Es gilt grundsätzlich: Die Gesundheit geht vor.“

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