Schulen in Möhnesee: Digitalpakt erfordert viel Papierkram

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Digitale Geräte erobern alle Lebensbereiche, auch im Unterricht wird ihre Nutzung immer wichtiger.

Möhnesee – „Keine Ausstattung ohne Konzept“: Gemäß dieser Regelung müssen Kommunen, die für ihre Schulen vom Digitalpakt des Bundes profitieren wollen, erstmal ihre Hausaufgaben erledigen. Wie weit der Stand der Dinge ist, erläuterte die Gemeindeverwaltung aufgrund eines entsprechenden Antrags der SPD-Fraktion jetzt im Schulausschuss.

Immerhin, so die SPD-Fraktion in der Begründung des Antrags, stehen in NRW im Förderzeitraum 2019 bis 2024 rund 1,05 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Mittel müssten allerdings beantragt werden, und dafür sei auch ein Medienentwicklungsplan für die jeweilige Schule vorzulegen.

Gemäß dem Bericht der Verwaltung sind die Vorbereitungen inzwischen angelaufen. Eine erste Sitzung des durch den Schulausschuss gebildeten Arbeitskreises hat stattgefunden, ebenso ist zwischenzeitlich eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Leitungsnetze der Schulen erstellt worden. 

Gemeinde auf gutem Weg

Zudem seien die Schulen aufgefordert, ihre Medienkonzepte in Zusammenarbeit mit der Medienberatung zu aktualisieren. Generell werde mit der Medienberatung ein kontinuierlicher Abstimmungsprozess angestrebt, zudem berate die Südwestfalen IT (SIT) die Möhnesee-Schule und den Grundschulverbund bezüglich des jeweiligen Medienkonzepts und Medienbedarfs. 

Ein weiteres Treffen der Arbeitsgruppe soll die Erstellung des Medienentwicklungsplans weiter voranzutreiben. Allerdings seien für den Digitalpakt Schule derzeit offiziell noch keine Informationen durch den Bund oder das Land an die Kommunen erfolgt. 

Bürgermeister Hans Dicke sieht die Gemeinde jedenfalls auf einem guten Weg, um eine Förderung zu beantragen: „Das ist ein langwieriges Verfahren, aber es geht ja auch um viel Geld.“ Bund und Länder haben sich laut Bundesbildungsministerium darauf verständigt, dass der Digital-Pakt eindeutig ein Infrastrukturprogramm und keine Endgeräteförderung sein soll. 

Diese Maßnahmen sind förderfähig:

Neben dem Ausbau der Infrastruktur können zum Beispiel spezielle digitale Arbeitsgeräte förderfähig sein, die wie VR-Brillen (Virtual Reality) in der beruflichen Ausbildung für das Erlernen einer Maschinenbedienung benötigt werden. Ebenso können standortgebundene Anzeigegeräte wie interaktive Tafeln förderfähig sein. Wenn es nach dem speziellen pädagogischen Konzept einer Schule erforderlich ist und sämtliche Infrastrukturkomponenten bereits vorhanden sind, könnten ausnahmsweise auch Klassensätze mobiler Endgeräte förderfähig sein. 

Mobile Endgeräte zur Nutzung außerhalb des Unterrichts sind generell nicht förderfähig, so das Bildungsminsterium.

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