Sanierung der K8: Touristenmeile zwischen Günne und Delecke wird aufgemöbelt

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Am Pier 20 wird auf der Südseite zusätzlich ein Gehweg angelegt, zudem ist eine Querung geplant.

Möhnesee – Die Kreisstraße zwischen Günne und Delecke ist eine der zentralen Routen für die Besucher des Möhnesees, führt die „Touristenmeile“ doch direkt an der Sperrmauer vorbei, dem Anziehungspunkt schlechthin am Möhnesee. In den nächsten Jahren wird dieser Abschnitt durch den Kreis Soest sanier und durch verschiedene Maßnahmen optimiert. Wie, das erläuterten die Experten Thomas Schäckel und Christian Findeisen von der Abteilung Straßenwesen beim Kreis jetzt im Ausschuss für Bauen und Verkehr der Gemeinde.

Zwischen Niederense und Günne wird die K 8 bereits erneuert, danach soll in zwei weiteren Bauabschnitten die Erneuerung der Strecke bis nach Delecke fortgeführt werden. Der Bauabschnitt zwischen Ortsausgang Günne und Sperrmauer ist im nächsten Jahr an der Reihe. 

Ausgelöst werden die Arbeiten wegen der vorhandenen Fahrbahnschäden, für die Sanierung muss die oberste Asphaltschicht abgefräst und durch eine neue ersetzt werden. Bei dieser Gelegenheit soll die Fahrbahn zugleich schmaler werden, so dass zwischen dem Geh- und Radweg auf der Nordseite ein Grünstreifen als Sicherheitsbereich angelegt werden kann, ergänzt um die am See bereits bewährte niedrige Hecke. 

Geh- und Radweg wird drei Meter breit

Der Geh- und Radweg selbst wird auf drei Meter verbreitert, dies auch, weil dort Radverkehr in beiden Richtungen stattfindet, so Findeisen. Die Bushaltestelle im Bereich Sperrmauer rückt näher an die Staumauer heran und wird behindertengerecht ausgeführt. 

Wichtig auch: Auf dem gesamten Abschnitt zwischen Günne und Delecke soll nach den Baumaßnahmen statt Tempo 70 nur noch Tempo 50 gelten, dies hat außerdem zur Folge, dass die Leitplanken bis auf den Bereich der S-Kurve westlich von Haus Delecke abgebaut werden können. Der Abschnitt zwischen Sperrmauer und Delecke wird 2021 oder 2022 erledigt. 

Im Zuge dieser Maßnahme soll der Einbahnstraßenverkehr zu dem Parkplatz oberhalb von Haus Delecke „umgedreht“ werden. Die Zufahrt rückt damit sehr viel näher an Delecke heran, und da zugleich der Parkstreifen von Delecke aus entlang der Straße bis zu diesem Punkt verlängert wird, können Autofahrer, die dort keinen Platz gefunden haben, direkt auf den großen Parkplatz abbiegen, so Findeisen. 

Verbessert werden soll insbesondere auch die Situation am „Pier 20“, wo ein zusätzlicher Gehweg auf der Südseite, besser sortierte Parkflächen und eine Querung für Fußgänger über die Straße die Situation bei viel Verkehr und großem Andrang entschärfen sollen. Positiv griff Findeisen die Anregung Albert Pranges (BG) auf, in diesem verkehrsreichen Bereich Tempo 30 einzuführen. Dies könne eventuell auch temporär für die besucherstarken Zeiten eingerichtet werden. 

Zudem soll der Ortseingang Deleckes durch ein Baumtor und beidseitige Ortseingangsschilder hervorgehoben werden. Die Baukosten für den Abschnitt zwischen Günne und Sperrmauer bezifferte Findeisen mit 550 000 Euro, die Maßnahme soll im Herbst 2020 durchgeführt werden, bei einer Bauzeit von drei bis vier Monaten. 

Drei Gründe gegen Verlegung des Radwegs auf die Seeseite

Gegen den Vorschlag Harald Beckers und der SPD, den Geh- und Radweg zwischen Günne und Delecke auf die für Besucher attraktivere Südseite zu verlegen, führte Findeisen drei Gründe an. Weil der Radweg in Günne und Delecke auf der Nordseite bliebe, müssten Radfahrer die Kreisstraße zwei Mal queren. 

Großen Nutzen, zweitens, bringe der Wechsel nicht, weil der See nur in den Bereichen bei Sabe Menthe und Pier 20 überhaupt zu sehen sei, auf drei Viertel der Strecke aber nicht. Drittens sprechen Findeisen zufolge die Kosten dagegen. Die Straße selbst verfüge über einen sehr soliden Unterbau, der bestehende Radweg jedoch nicht, um die Straße nach Norden zu verschieben, müsse eine komplett neue Straße gebaut werden. 

Das, so Thomas Schäckel ergänzend, würde für die zwei Kilometer lange Strecke zwei Millionen Euro plus die Kosten für die Entsorgung des alten Asphalts verschlingen. Bürgermeister Hans Dicke würdigte abschließend, es sei anzuerkennen, dass der Kreis die Anregungen und Wünsche der Gemeinde gut aufgegriffen habe.

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