Rollstuhlgerechte Serpentinenkonstruktion fürs Körbecker Rathaus

KÖRBECKE -  Für Stirnrunzeln sorgte beim Werkstattgespräch zur Ortsmitte Körbecke (wir berichteten) die Präsentation der barrierefreien Zugangsgestaltung für das Rathaus: „Muss leider so sein“, erklärten Planer und Verwaltungsmitarbeiter.

Auf der Zeichnung schlängelt sich die geplante Rampe vom Straßenniveau zum höher gelegenen Haupteingang in Serpentinen. Die deutsche Industrienorm sehe vor, dass Rampen abschnittweise nur soundsolang sein dürfen und auf diesem Abschnitt nur soundsoviel Zentimeter in die Höhe führen dürften. Danach habe ein Betonabsatz zu folgen, erst dann dürfe der nächste Abschnitt weiter in die Höhe führen.

Fürs Körbecker Rathaus ergibt sich so eine kuriose Serpentinenkonstruktion, die manch einer lieber durch einen Aufzug ersetzt sähe. Aufzüge seien allerdings auf lange Sicht zu teuer, weil anfällig und wartungsintensiv, hielten die Experten aus Planungsbüro und Verwaltung dagegen. Ein barrierefreier Zugang auf der Rathausrückseite sei unpraktikabel, weil das Raum- und Gestaltungskonzept für den Innenbereich das bislang so nicht hergebe.

Was eine Rampe, was ein Aufzug im Detail kosten, darauf gab es in aller Höflichkeit trotz mehrfacher Nachfragen keine Antwort: „Kosten sind nicht Gegenstand dieses Abends“, hieß es dazu. Ebenso: „Wir nehmen Kritik und Anregungen mit in die weiteren Gespräche.“ Die sind, was die direkte Bürgerbeteiligung anbelangt, seit Dienstag für das Kapitel „Ortsmitte“ abgeschlossen. Am Mittwoch, 19. Februar, tagt der zuständige Ausschuss.

Danach, ein Termin wurde noch nicht bekannt gegeben, darf der Rat der Gemeinde entscheiden. Besucher zu beiden Sitzungen sind willkommen, müssen aber aus formalen Gründen bei den Beratungen schweigen. - brü

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