Hans Dicke lobt Mitarbeiter

Randale am Möhnesee: Bürgermeister kritisiert die BG

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Das Ordnungsamt kontrolliert seit Beginn der Sommerferien vermehrt.

Möhnesee – Weil der Ton manchmal die Musik macht, ist Bürgermeister Hans Dicke verstimmt: Die BG will im Rat darüber diskutieren lassen, ob Unruhestifter am Seeufer stärker und länger kontrolliert werden sollen – hatte den Antrag zuvor aber bereits am Freitag über den Anzeiger veröffentlicht. Das sorgt nun im Rathaus für Misstöne.

„Die BG scheint dazu übergegangen zu sein, die Kommunikation mit dem Rathaus über die Presse zu führen, statt den persönlichen Kontakt zu suchen“, kritisiert Dicke die Vorgehensweise. Das ist für ihn aus mehreren Gründen ärgerlich. 

Inhaltlich, daran lässt der Bürgermeister keinen zweifel, hat er mit dem Antrag keine Probleme. Das geschilderte „Problem“ mit Störungen der Nachtruhe, Randale und allen bekannten „Nebeneffekten“ eines solchen Verhaltens bestehe ja in der Tat, so Dicke. Handlungsbedarf, wie er von der BG an die Adresse des Ordnungsamtes gesehen wird, sieht auch Dicke. Und nennt als weiteren Ansprechpartner bei diesem Thema die Polizei. 

„Kommunikation wird über Presse geführt“

Eine Nachfrage im Rathaus hätte aber, so Dicke, sehr wohl dazu führen können, dass die BG ihren Antrag gar nicht erst gestellt hätte – und schon gar nicht vorher über die Presse für zusätzliche Aufmerksamkeit gesorgt hätte. Es werde nämlich bereits seit einiger Zeit viel getan in Sachen Kontrolle, versichert der Bürgermeister, und lobt in dem Zusammenhang den großen Einsatz der damit befassten Mitarbeiter. 

Seit drei Jahren seien im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Sassendorf zwei Mitarbeiter eines mobilen Ordnungsdienst (MOD) aktiv, die nach festgelegten Einsatzplänen allein oder gemeinsam in Möhnesee und Bad Sassendorf tätig sind. Diese Mitarbeiter kümmern sich überwiegend um die bekannten „Hotspots“ im Uferbereich, mit Arbeitszeiten auch an Wochenenden und auch in den Nachtstunden. „Diese Kooperation hat sich bestens bewährt“, findet Dicke. 

Kontrollen bis Mitternacht 

Allerdings hätten die Probleme seit dem Frühsommer noch zugenommen, räumt Dicke ein. Deshalb kontrollierten seit Beginn der Sommerferien mit Unterstützung eines Sicherheitsdienstes Zweier-Streifen freitags und samstags von mindestens 19 Uhr bis mindestens Mitternacht (bei Bedarf länger) den gesamten Uferbereich. „Die detaillierten Einsatzprotokolle zeigen, dass die Kollegen keine Langeweile hatten, was natürlich den Kontrollbedarf belegt“, so Dicke. Und: Diese Streifen sollen und werden auch weiterhin „rund um den See und an den bekannten Hotspots bis in die Nachtstunden kontrollieren“. 

Womit für den Bürgermeister klar ist: „Wir sind auch ohne öffentliche Ratschläge durchaus in der Lage, unsere Aufgaben zu erfüllen."

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