Lückenschluss auf der Haar

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MÖHNESEE ▪ Bei gutem Wetter zieht es die Menschen raus aus dem Haus. Ob zu Fuß oder auf dem Rad – rund um den Möhnesee sind bei Sonnenschein viele Leute unterwegs. Da kann es auf schmalen Teilstücken der Uferstraße schon mal eng werden.

Eine Verbreiterung des Radweges zum Beispiel zwischen Stockum und Wameler Fischteich ist jedoch nicht geplant. „Wir sind froh, dass das Radwegenetz rund um den See gerade fertig ist“, sagt Bauamtsleiter Burkhard Schulte. Für einen breiteren Ausbau habe es damals keine Erlaubnis gegeben, da einige Bäume nicht angetastet werden durften – auch im Rahmen der ‘Deutschen Alleenstraße’. Fußgänger und Radfahrer müssten an den Engstellen eine gewisse Kompromissbereitschaft an den Tag legen, meint Schulte. Der Bauhof habe in den vergangenen Jahren aber auch Lebenserfahrung gesammelt: „Die Mittellinien in den Kurven haben sich bewährt“, erklärt Schulte. Ansonsten sei es doch vorgekommen, dass das ein oder andere mal Passanten und Radfahrer voreinander standen. An ein Rechtsfahr- beziehungsweise Rechtslaufgebot hielten sich nämlich ohne Linie bei weitem nicht alle Verkehrsteilnehmer auf den Fuß- und Radwegen.

Eine gute Nachricht verkündet die Gemeinde jedoch für Radfahrer auf der Haar. „Der Lückenschluss ist beschlossen“, sagt Schulte. Vom Bismarckturm aus nach Westen bis zum Theiningser Sankt-Agatha-Weg soll an der B516 ein Radweg gebaut werden. Rund 700 Meter fehlten hier an markierter Radelstrecke. Bisher mussten die Radfahrer einen Umweg fahren, um nach Theiningsen zu gelangen und vom Haarweg aus erst einmal einen Bogen hinunter durch das Wippringser Gewerbegebiet fahren. Kein schöner Anblick, im Gegensatz zu den Reizen, die die Haar ansonsten zu bieten hat. Auch eine kräftezehrende Senke lag auf diesem Weg. „Der Lückenschluss kommt sicher auch der Gastronomie in Theiningsen zu gute,“ meint Schulte.

In den nächsten Wochen und Monaten sollen hier also die Bagger anrollen, um den Fuß- und Radweg auszubauen. Dabei soll unter anderem auch für eine bessere Beschilderung gesorgt werden.

Für eine jährliche Pauschale, die Schulte nicht genauer beziffern wollte, sei außerdem ein Vertrag mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) geschlossen worden. Dieser sei damit für die Radwege der Gemeinde verantwortlich. Mehrmals im Jahr würden die Radwege von Club-Funktionären abgefahren, die die Strecken kontrollierten. „Wir erfahren dann direkt von den Profis wo Verbesserungen notwendig sind“, schildert Schulte.

Als ein Problempunkt in Sachen Radwegausschilderung tritt momentan zum Beispiel Berlingsen hervor. Hier scheint es sich ein schlechter Spaßvogel zur Aufgabe gemacht zu haben, den Wegweiser für die Radfahrer in ermüdender Regelmäßigkeit um 90 Grad zu drehen. Statt über die ausgeschilderten Wirtschaftswege irren manche Radfahrer deshalb über die mehr von Autos befahrende Dorfstraße L 670. „Wir wissen noch nicht wie wir den schnappen können“, sagt Schulte. Eine neue ausführlichere Ausschilderung der Möhneseer Radwege soll in naher Zukunft generell erfolgen. Im Zuge der Regionale 2013 hat der Kreis Soest das Projekt Radwegenetz Südwestfalen ins Leben gerufen. Die Gemeinde Möhnesee wird sich unter anderem mit ihren Ortsrouten, den bisher so genannten „Kettlerrouten“ daran beteiligen. Mit einem eigens dafür entworfenen Logo sollen die Wege neu beschildert werden, erklärt Regina Betten, Sachbearbeiterin Bauwesen der Gemeinde. Näheres soll noch bekannt gegeben werden. how

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