Diese Prinzessin macht das Körbecker Dreigestirn komplett

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Das Dreigestirn ist komplett mit Adju Wigbert Schockenhoff (links), Prinz Marc Groene und Prinzessin Ellen Hartung.

Körbecke – Da hatten viele richtig getippt: Ellen Hartung, ehemalige Garde-Tanzpartnerin des Prinzen und Schwester von Heroldsanwärter Philipp, ist die neue Prinzessin der Körbecker Karnevalsgesellschaft (KKG), das Dreigestirn damit komplett. Marc Groene ist Prinz, Wigbert Schockenhoff der Adju.

 

Philipp Hartung ist Herolds-Anwärter – und sie schlüpfen in den Pelz: Kai Ebbert ist Bär, Sophie Schulte Kinderbär. Bären-Laier Benedikt Essler hat die Traditionsfiguren an der Kette und tanzt mit Zylinderhut, Schellenring und schweren Holzpantinen durch die Session – „Es tanzt und rockt der Karneval, Dai Lümmels feiern überall!“, das ist das Motto der regierenden Wagenbauertruppe. 

Das Ziel für alle: Fastnachtsdienstag mit dem großen Umzug der Mottowagen und Fußtruppen. Das ist am 25. Februar, und dann nehmen sie Bürgermeister Hans Dicke zum letzten Mal die Schlüssel fürs Rathaus ab, weil der Mann bekanntlich in Rente geht. 

Ausgelassen gefeiert wurde die neue Prinzessin am Samstagabend in der Möhneseehalle, als Höhepunkt eines strammen Programms mit viel Tanz und Bewegung – man kommt aus dem Lob für die Akteure gar nicht mehr heraus, und das Publikum an den voll besetzten Tischen war mehr als einmal völlig aus dem Häuschen. 

„Ulle Abel“ von den „Bummsköppen“ gefiel mit seinem schrägen Lied auf den Möhnesee, die „Pink Pöeste“ im Tütü beim „Schwanensee“ – „Urse Pöeste“ traten hier zusammen mit den Damen der ehemaligen „Pink Panthers“ auf. Vorjahresdreigestirn und Elferrat der „Hannebummels“ gefielen mit einer strammen Tanzrevue samt Hebefigur und Pyramiden – ob die Körbecker Tanzgarden jetzt ernsthafte Konkurrenz bekommen? 

Die Garden selber präsentierten sich gewohnt quirlig mit der Jugendgarde, den Junioren und der Showtanzgruppe als „Rockabillies“, mit Elias Raddatz und später auch Prinz Marc als „Elvis“: Er lebt, der King! Die Ü-15-Tanzgarde brachte ganz Paris auf die Bühne, einen rassigen Can-Can dazu. „Zugabe!“ Das Publikum schrie sich heiser,. 

Die Suche begann im Wartezimmer

Gleich fünf Mal gab es in diesem Jahr als Dankeschön die Orden „für besondere Verdienste“: Der langjährige Zugführer Hubertus Peck wurde ausgezeichnet, dazu auch „Ville“ und mit ihr „Susi“ – das sind die quirligen Regina Jäger und Susanne Hillebrand, die bis vor kurzem den „Griffelkasten“ im Ort betrieben. Anja und Mathias Herrmann, sie führen den Kiosk in Körbecke, sind ebenso hochverdient und bekommen die Auszeichnung nachgereicht.

Übrigens: Die Suche nach der Prinzessin begann in der Zahnarztpraxis vom Adju. Denn es begab sich, dass Wigbert Schockenhoff eines schönen Tages das Wartezimmer voll hatte mit kuriosen Figuren vom Krümelmonster bis hin zu einem Frosch in Grün. 

Von da aus führte die Fährte durch den Märchenwald direkt auf die Bühne – einen Film haben sie dazu gedreht, auch der wurde in der Halle gezeigt, und natürlich blieb kein Auge trocken. 

Drei Stunden und viele Auftritte später trafen sie den Frosch dann wieder am Zauberbrunnen. „Was war in Körbecke am 6. Dezember 1885?“ Diese letzte Frage von dreien galt es zu beantworten. Nun? „Nikolaus!“ – und schon hüpfte die neue Prinzessin aus der Zauberblüte: Willkommen zurück im Rampenlicht! Der Saal tobte wieder mal vor Vergnügen. 

„So darf’s bleiben für die nächsten Wochen!“ Das sagen die einen. Die anderen wenden sich ab mit Grausen. Karneval ist Ansichtssache, und dafür merkt man sich am besten die Termine für die nächsten Veranstaltungen: Am nächsten Sonntag, 26. Januar, beginnt um 11.11 Uhr die Herolds-Prüfung im Gasthof Böhmer. Kinderkarneval ist am 2. Februar ab 15.11 Uhr in der Möhneseehalle.

Der Rest an interessanten Terminen steht im Netz. Na denn: Helau!

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