24 Grundstücke könnten entstehen

Wohnen am Wildpark: Politik streitet über neues Baugebiet

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Das fragliche Areal zwischen der Straße Im Wildpark (links) und dem Pferdekamp (rechts) hat über die Jahre einen dichten Bewuchs entwickelt. Zudem wird es durch die Burmecke durchquert.

Völlinghausen – Bedarf für Baugrundstücke gibt es in Völlinghausen durchaus. Sie wären auch sinnvoll, allein schon, um den Bestand des Grundschulstandorts zu sichern. Im Planungsausschuss gab es nun eine kontroverse Diskussion um ein neues Baugebiet.

Die Idee, auf dem Areal westlich der Straße Zum Wildpark, im Süden und Norden begrenzt durch die Straßen Engelslieth und Pferdekamp, ein Baugebiet mit etwa 24 Grundstücken auszuweisen, fand im Ausschuss für Planung, Gemeindeentwicklung und Umwelt jedenfalls nicht nur Zustimmung. Dass die Gegebenheit einiges an Problemen mit sich bringt, machte zur Einführung bereits Bauamtsleiter Burkhard Schulte deutlich. Direkt westlich anschließend zwischen dem potenziellen Wohngebiet und der bestehenden Bebauung würden zwei handtuchartige Grundstücke entstehen, die in eine eingequetschte Lage kämen. Erschließung und Kanalanschluss der rückwärtigen Bereiche der großen, bestehenden Grundstücke an Pferdekamp und Engelslieth würde bei einer Ausweisung des Plangebiets schwierig. 

Es seien also noch viele wichtige Fragen zu klären und somit ein zweistufiges Planverfahren wohl erforderlich. Hans-Jürgen Weigt (CDU) bekräftigte, dass der Bedarf nach weiteren Baugrundstücken in Völlinghausen groß sei. Wichtig sei es jedoch, die Belange des Wildparks zu berücksichtigen. 

Probleme bei Hochwasser?

Gerhard Bruschke (SPD) lehnte das Vorhaben im Namen seiner Fraktion jedoch ab. Das fragliche Areal, das von der Burmecke durchquert wird, sei bei Hochwasser problematisch. Zu bedenken sei auch, dass sich hier inzwischen ein dichter waldartiger Bewuchs ergeben hat. Nach Ansicht seiner Fraktion sei das Gelände völlig ungeeignet für eine Bebauung. Sinnvoll sei es vielmehr, den rückwärtigen Bereich der großen Grundstücke am Pferdekamp zu bebauen und so einen Lückenschluss anzustreben. 

Schulte stellte demgegenüber klar, dass die Bedenken, etwa wegen Hochwasser, im Planverfahren durch die beteiligten Fachbehörden zu klären seien: „Wenn wir im Verfahren merken, es geht nicht, dann können wir auch wieder aussteigen.“ 

Ähnlich argumentierte Uwe Beißner (Grüne). Er wolle sich dem Vorhaben nicht prinzipiell verweigern, es sei sinnvoll zu prüfen, was auf dem Areal möglich ist. Bruschke beharrte hingegen auf seinem Standpunkt und stellte den Antrag, die Gemeinde möge mit den Eigentümern der Altbebauung am Pferdekamp das Gespräch suchen, um auf deren rückwärtigen Grundstücken eine Bebauung zu ermöglichen. Demgegenüber betonte Bürgermeister Hans Dicke, dass hierzu eher eine Bringschuld der betreffenden Eigentümer gegeben sei. Zudem wurde im Ausschuss daran erinnert, dass frühere Vorstöße, die rückwärtigen Grundstücksbereiche am Pferdekamp für eine Bebauung zu gewinnen, im Sande verlaufen sind. 

Im Ergebnis stimmte der Planungsausschuss bei zwei Neinstimmen seitens der SPD und einer Enthaltung seitens der FDP für die Einleitung eines Verfahrens zur Aufstellung eines Bebauungsplans. Im weiteren Verlauf dürfte dann deutlich werden, was an dieser Stelle geht und was nicht.

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