Ratssitzung

Politiker diskutieren über neuen Parkplatz

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An dieser Stelle an der Seestraße soll ein weiterer großer Parkplatz gebaut werden.

Möhnesee – Die Gemeinde plant seit Jahren die Errichtung eines neuen Parkplatzes neben dem Seepark südlich der Seestraße. Im Beteiligungsverfahren äußerten mehrere Anlieger ihre Bedenken, Einwände und Anregungen. Jetzt wurde im jüngsten Rat erneut über die Planungen für den rund 1,35 Hektar großen Parkplatz debattiert, der mit etwa 300 Stellplätzen, inklusive Wohnmobil-Plätzen, ausgestattet werden soll.

 Die Verwaltung mit Bürgermeister Hans Dicke und Bauamtsleiter Burkhard Schulte stellten den Politikern zunächst die Pläne vor. Zu den Nachbarn an der östlichen Grenze ist nun der Bau eines kleinen Lärmschutzwalls geplant. „Hier handelt es sich um eine Böschung oder einen begrünten Wall mit geeignetem Material“, erklärte Dicke. Der Wall soll mit Neigung zwischen einem oder 1,70 Meter hoch sein. 

Die Wohnmobilplätze sind nach den neuen Plänen örtlich auf dem Parkplatz verschoben worden, außerdem soll der Platz auf Wunsch der Nachbarn eine Schranke erhalten. „Die Beschrankung dient der Nachtruhe“, so Schulte. Bei der CDU stießen diese Pläne auf wenig Gegenliebe. „Wir haben für viel Geld den Seepark und die Seetreppe gebaut und jetzt bauen wir den Blick auf den See mit einem Wall zu?“, fragte Fraktionschef Hans-Jürgen Weigt. Auch die Schranke überzeuge ihn nicht. „Wie wird diese Schranke bedient?“, wollte er wissen. Von einem Wall zur Seestraße will die CDU-Fraktion nichts wissen, über die Schranke könne man später reden. Die SPD-Fraktion findet die Vorschläge der Anwohner „deutlich überzogen“, so Gerhard Bruschke. „Einen Wall lehnen wir ab.“

 Maria Moritz (BG) sieht für ihre Fraktion den Wall „nicht kritisch. Wir müssen nur etwas bauen, das nicht zum Rutschen einlädt.“ Die Grünen verweigern nach wie vor ihre Zustimmung für die Pläne. Uwe Beißner: „Solange kein Kreisverkehr kommt, verweigern wir unsere Zustimmung.“ Gerhard Bruschke brachte einen weiteren „Dauerbrenner“ in Gespräch: Auf dem Gelände des neuen Parkplatzes fehlten Toiletten. Das Toilettenhäuschen sei aus den aktuellen Planungen herausgenommen worden. 

„So ein großer Platz mit 300 Stellplätzen muss eine Toilette haben. Und im Bereich des Seeparks gibt es ohnehin zu wenig. Der Bürgermeister regte an, die Toiletten südwärts in den neuen Kurpark zu bauen, dort seien sie sinnvoller. Der Rat beauftragte die Verwaltung schließlich, in den Plan für den neuen Parkplatz zumindest ein Planzeichen für Toiletten zu setzen. Denn überwiegend ist man sich einig: Man will endlich in die Pötte kommen und mehr Parkraum schaffen. 

Der Rat einigte sich schließlich auf einen Kompromiss, damit der Parkplatz auf den Weg gebracht werden kann: Die Notwendigkeit einer Schranke sieht der Rat nicht, es soll später geprüft werden. Der Bedarf für einen Wall an der Seestraße bezweifelt der Rat, ein Wall im östlichen Bereich wird akzeptiert. Die Wohnmobil-Stellplätze sollen im südwestlichen Bereich des Platzes ausgewiesen werden. Mit den Gegenstimmen der Grünen gaben alle anderen Fraktionen diesem Beschluss grünes Licht.

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