400.000 Euro Kosten

Renovierung der Pfarrkirche St. Antonius steht an - auch die Stockmann-Orgel wird saniert

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Die Günner Pfarrkirche ist ausgeräumt . Stehen geblieben und mit Holzplatten eingehaust sind Altar, Ambo und Tabernakel. Mit Folienabdeckung geschützt ist auch die Orgel und alles Mobiliar auf der Empore. 

Günne – Sie haben ordentlich geschwitzt und geächzt unter den Behelfsmasken, die jetzt alle tragen müssen: 25 Freiwillige haben am Samstagvormittag angepackt und die Bänke aus der Pfarrkirche St. Antonius in Günne ausgeräumt. Altar, Ambo und Tabernakelstele wurden mit Holzplatten eingehaust, die Orgel wurde mit Kunststofffolien sorgsam verpackt, ebenso das weitere Inventar auf der Orgelempore.

„Hier ist vor 30 Jahren das letzte Mal renoviert worden. Jetzt musste erst einmal alles raus, damit Platz ist für die anstehenden Arbeiten“, berichtet Architekt Heiner Heuschäfer. Propst Dietmar Röttger ergänzt: „Rund 400.000 Euro sind veranschlagt für alles, 40 Prozent davon sind Eigenleistung in Form von Geld und Muskelkraft, 60 Prozent übernimmt das Erzbistum Paderborn.“ Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten erledigt sein. Die Kirchenbänke lagern bis dahin auf dem Gelände der ehemaligen Webstuhlfabrik.

Ein Dutzend Punkte umfasst der Arbeitsplan: Zunächst wird ein Gerüst aufgestellt für einen Innenanstrich und eine Untersuchung aller Wand- und Deckenflächen, für notwendige Ausbesserungen am Putz, für das Bearbeiten der Emporenbrüstung und der Holzvertäfelungen. Gestrichen wird auch in den Nebenräumen. 

Marmorboden wird grundgereinigt

Alle Ausstattungsgegenstände werden untersucht, wo nötig werden Oberflächen gereinigt und Malschichten bearbeitet – hier und da dürften auch Kittungen, Retuschen und Teil-Neufassungen nötig werden, schätzt Architekt Heuschäfer. Wo immer sich Schimmelpilz gebildet hat, soll eine fachgerechte Wärmebehandlung Abhilfe schaffen.

Der Marmorboden im Hauptgang und den Seitengängen wird überarbeitet, anschließend grundgereinigt und versiegelt. Alles Parkett wird abgeschleift und neu beschichtet.

Die Heizungsanlage wird erneuert, ebenfalls die Steuerung. Das Raumklima soll zusätzlich durch die Lüftungssteuerung beeinflusst werden. Die Beleuchtung im Innenraum wird erneuert und ergänzt, Kabel müssen neu verlegt werden – auch für die Änderung der Lautsprecheranlage. 

Stockmann-Orgel aus Werl bekommt eine Sanierung

Die Stockmann-Orgel aus Werl von 1953 soll im Zuge der Kirchensanierung komplett überholt werden: Der Schimmel soll raus aus dem Instrument, anschließend wird die Orgel neu intoniert. Die elektrische Anlage wird komplett saniert. Das Tonsteuerungssystem, die Notenleuchte und die Gebläsemaschine sollen erneuert, Tasten im Spieltisch neu belegt werden.

Die Gedenksäule im Eingangsbereich wird versetzt und küftig durch ein Trenngitter vor Vandalismus geschützt.

Die Seitenaltäre werden zurückgebaut, Wandvertäfelung wird ergänzt, ein Beichtstuhl wird zu einem Beichtraum umgearbeitet, es soll ein Ende haben mit der überkommenen Enge. Die Sitzbänke in der Kirche werden überarbeitet: Alle Holzbänke erhalten neue Sitzauflagen, auch die Kniebänke sollen jetzt bepolstert werden.

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