Pankratiusplatz

Rathaus Körbecke: Parkplatzstreit geht in die nächste Runde

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Um die Parkplatz hinterm Rathaus dreht sich seit längerer Zeit eine Diskussion. Die Kaufmannschaft glaubt, dass hier Reserven für ihre Kunden frei gehalten werden sollten, die Mitarbeiter aus dem Rathaus sehen keinen Grund die Plätze zu räumen.

Möhnesee – Reichen die Parkplätze im Bereich des Pankratiusplatzes für die Kunden der Geschäfte aus oder sollten hinter dem Rathaus ebenfalls Parkplätze für die Kunden der Körbecker Geschäftsleute zur Verfügung stehen: Diese Diskussion wogt seit der Fertigstellung des Pankratiusplatzes hin und her. Eine Fortsetzung der Debatte im Hauptausschuss der Gemeinde deutet sich an. 

Die von den Kaufleuten favorisierte Parkscheibenregelung für den Parkplatz hinter dem Rathaus wurde vom Verkehrsdienst des Kreises Soest jedoch abgelehnt, weil für die Parkplätze Baulasten zugunsten der Anwohner eingetragen sind. 

Gleichwohl wurde die Frage der Parkplätze in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats angeschnitten, indem Hans-Jürgen Weigt (CDU) anregte, der Bürgermeister möge gegenüber den Mitarbeitern anordnen, dass mehrere Stellplätze hinter dem Rathaus frei zu halten seien. Bürgermeister Hans Dicke wandte hingegen ein, dass er dazu den Personalrat einschalten müsse. 

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Und wie der, auch im Namen der Mitarbeiter, die Sache sieht, geht aus einem Schreiben an den Anzeiger hervor. Es gehe ihnen vor allem darum zu betonen, dass es sich um einen öffentlichen Parkplatz handle, den jeder Interessierte nutzen könne, betonen die Verfasser. 

Weiter gehen dürfte die Diskussion zudem im Haupt- und Finanzausschuss (HFA). Auf Antrag der CDU-Fraktion soll dann erläutert werden, was aus der geforderten Anordnung geworden ist. Zudem beantragt die CDU, dass mindestens fünf Stellplätze auf der östlichen Seite des Parkplatzes mit dem Hinweisschild „Besucher Rathaus“ versehen werden, ergänzt um ein Schild mit dem Text „Höchstparkdauer 90 Minuten“.

Die Sitzung des HFA ist am Donnerstag, 14. Februar, ab 17.30 Uhr im Ratssaal.

Der Leserbrief des Personalrats im Wortlaut

Durch zahlreiche Presseartikel mussten wir als Bedienstete der Gemeinde Möhnesee immer wieder den Vorwurf „wir würden einen öffentlichen Parkplatz blockieren“ hinnehmen. Wir sind der Meinung es reicht und möchten uns als Betroffene zu Wort melden. 

Wir sind keineswegs die Einzigen, die hier parken. Vielmehr stellen auch Nachbarn und Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte hier ihre Autos ab. Deswegen immer nur die Rathausbediensteten zu bezichtigen, ist unfair. 

Wenn hier geparkt wird, wird kein Kunde daran gehindert, die Geschäfte im Zentrum aufzusuchen. Diese Kunden bevorzugen in aller Regel die Stellplätze direkt an der Hauptstraße, zumal hier immer ausreichend freie Parkplätze zur Verfügung stehen. 

Nicht einmal die kürzlich neu angelegten Parkplätze in der Kurkölner Straße werden beparkt, obwohl sie zentral gelegen sind. Kein Kunde käme auf die Idee einen längeren Fußweg bis hinter das Rathaus in Kauf zu nehmen. Nicht einmal von Besuchern des Rathauses wird uns gegenüber Kritik an fehlenden Parkmöglichkeiten geübt.

Unsererseits bleiben allerdings die Fragen bestehen: Warum ist der Parkplatzmangel nie vor Jahren ein Thema gewesen, wo noch entschieden mehr Geschäfte betrieben wurden? Warum wird an Wochenenden, wo bekanntlich viele Bürger vor Ort sind, dieser Parkplatz zu Geschäftszeiten nicht angenommen? 

Für die vielfach geäußerte Besorgnis der Politiker um unseren Bewegungsmangel möchten wir auf diesem Wege danke sagen. Sportliche Aktivitäten sind jedoch ausreichend in unserer Freizeit angesiedelt. 

Da es sich um einen öffentlichen Parkplatz handelt, sollten Politiker und Gewerbetreibende akzeptieren, dass dieser auch weiterhin durch die Allgemeinheit (also auch von Bediensteten des Rathauses) genutzt wird.

Hansjörg Siebert (Personalratsvorsitzender) Edelgard Tambach (Gleichstellungsbeauftragte)

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