Seestraße in Körbecke

Neuer Parkplatz am Möhnesee: Mehr Stellplätze ab Juni

300 bis 340 neue Stellplätze sollen auf dem Areal entstehen.
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300 bis 340 neue Stellplätze sollen auf dem Areal entstehen.

Hunderte neue Stellplätze für Autofahrer gibt es bald am Möhnesee. Der geplante Parkplatz an der Seestraße in Körbecke soll Anfang Juni fertig sein.

Möhnesee – Urlaub, verreisen, raus mit dem Wohnmobil und ab in die Natur – zum Beispiel an den Möhnesee? „Aber doch nicht jetzt“, sagt Touristik-Leiterin Alexandra Teicher: „Wir haben doch noch Pandemie!“ Soll heißen: Spaziergänge mit Abstandsregeln ja, Eis, Kaffee, Waffel oder eingepacktes Essen zum Mitnehmen ja. Aber mit dem Camper an den See, Tisch, Stühle raus und unter den Sonnenschirm? Dafür gibt es ein klares Nein. Fürs Übernachten im Camper sowieso. Parken ist erlaubt – aber Nichts groß auspacken. Und Ticket ziehen nicht vergessen!

Dass die Parkplätze schon jetzt vollstehen mit Wohnmobilen, das kommt bei der Gemeindeverwaltung nicht ganz so gut an. Auch wenn man den Menschen von überall her ihr Vergnügen gönne und sich freue über Besucher, wie Bürgermeisterin Maria Moritz unterstreicht. Dennoch listet Ordnungsamts-Chef Tillmann Wolff auf, was alles zu beachten ist. Sein erster Hinweis: „Nach unserer Ansicht sind private Übernachtungen in Wohnmobilen und Wohnwagen selbst an den zugelassenen Stellen nach der Corona-Schutzverordnung unzulässig. Das Regel-Bußgeld liegt hier bei 250 Euro.“

Neuer Parkplatz am Möhnesee: Immer größere Wohnmobile

Und was ist mit Parken? „Wohnmobile dürfen, soweit die Größen- und Zulassungsverhältnisse dies erlauben, wie normale Pkw im Straßenverkehr und auf öffentlichen Parkplätzen geparkt werden.“ Aber: „Parken ist zulässig, nicht jedoch das Campieren.“ Und wo ist der Unterschied? „Geparkt ist ein Fahrzeug, wenn es unmittelbar für eine Weiterfahrt wieder in Betrieb genommen werden kann. Campieren liegt vor, wenn die Weiterfahrt nicht unmittelbar nach Rückkunft am Fahrzeug und Einsteigen erfolgen kann.“

Soll heißen: „Das Ausbringen von Stützen, Treppen, Markisen oder sonstigen Gegenständen stellt bereits ein auf Straßen und Parkplätzen unzulässiges Campieren dar, und das ist nur auf gesondert ausgewiesenen Wohnmobilstellplätzen, wie etwa in Delecke oder am Südufer oder in Körbecke beim ADAC zulässig.“

Wir reagieren damit erst einmal auf den gewachsenen Parkdruck durch Pkw.

Burkhard Schulte, Bauamtsleiter

Mit dem besseren Wetter kommen in den vergangenen Jahren immer mehr und immer größere Wohnmobile an den See. Sobald die Corona-Beschränkungen fallen, dürfte der Parkdruck wachsen. Hilft da eigentlich der neue Parkplatz, der jetzt an der Seestraße in Körbecke entstehen und bis Ende Mai, Anfang Juni fertig sein soll, rechtzeitig zu den Sommerferien? Alles ist vermessen und vorbereitet, die Bagger rollen heute an.

Bauamtsleiter Burkhard Schulte sagt zu dem Bauvorhaben: „Wir bieten 300 bis 340 neue Stellplätze. Wir reagieren damit erst einmal auf den gewachsenen Parkdruck durch Pkw.“ Soll heißen: Da entsteht erst einmal ein Parkplatz, kein Wohnmobil-Stellplatz zum Übernachten.

Camper sind demnach für das Übernachten und mehr weiter an den bekannten Plätzen willkommen – sobald die Corona-Einschränkungen fallen. Ob wie vorgeschlagen, auch auf dem Gelände des ehemaligen Britischen Segelclubs Stellplätze für Camper entstehen, das ist noch in der Diskussion, ebenso die Frage, ob nicht die Schützenbruderschaften und -vereine, die eigene Hallen und viel Platz vor der Türe haben, Stellplätze anbieten sollten oder dürfen, um so Einnahmeausfälle durch die Pandemie aufzufangen. Es könnte ja schön eng werden, wenn demnächst mal alle wieder vor die Türe dürfen, zumindest in der Region.

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