Freizeitordnung stellt Regeln auf

Segelboote fahren wieder auf dem Möhnesee

+
Die ersten Segelboote sind bereits zu ihren Liegeplätze auf dem Möhnesee zurückgekehrt. Ab dem 15. März dürfen Segelboote nach dem Törn auf dem Wasser bleiben. 

Möhnesee - Die ersten Segelboote schaukeln schon wieder auf den Wellen, ein klares Anzeichen dafür, dass die neue Segelsaison anläuft. Seit dem 15. März dürfen die Boote auch auf dem Wasser bleiben.

Während der Winterzeit ist das Segeln auf dem See, außer bei Eisgang, zwar nicht verboten, Boote müssen aber nach dem Törn direkt wieder aus dem Wasser geholt werden, und das ist nach dem Stichtag 15. März nun nicht mehr erforderlich.

Grundlage für die Nutzung des Möhnesees durch „Seefahrer“ ist zunächst einmal die Gemeingebrauchsverordnung der Bezirksregierung Arnsberg. Danach ist das Befahren mit Paddel- und Ruderbooten ohne Größenbeschränkung auf dem Möhnesee entgeltfrei zugelassen. Gleiches gilt für Segelboote mit der Messzahl von unter sieben Quadratmetern. Diese Messzahl berechnet sich aus der breitesten Stelle eines Bootes, multipliziert mit der Länge inklusive Steven, aber ohne Ruderblatt. 

Für das Befahren der Talsperre mit Sportbooten zwischen sieben und 20 Quadratmetern ist eine Bootsplakette erforderlich, und weil der Ruhrverband die Freizeitordnung Anfang des Jahres geändert hat, wird für Sportboote künftig erst ab einer Größe von sieben Quadratmetern eine Bootsplakette nötig. Der Ruhrverband komme damit vor allem jenen Nutzern entgegen, die kleinere Boote mit Elektromotoren ausgestattet haben und dafür bislang sowohl eine Boots-, als auch eine Motorplakette erwerben mussten. Für diese kleineren Boote reicht künftig die Motorplakette aus. Für Besitzer größerer Boote über sieben Quadratmeter ersetzt eine Kombiplakette die vorher benötigten zwei Plaketten. Boote ab 20 Quadratmeter Größe sind nach Paragraf 19 Landeswassergesetz genehmigungspflichtig. 

Nur Elektromotoren erlaubt

Da der Möhnesee der Trinkwassergewinnung dient, ist für Freizeitkapitäne lediglich der Einsatz von Elektromotoren gestattet, in ausgewiesenen Bereichen dürfen auch Modellboote mit Elektromotor den See befahren. 

Die Motoren und Akkus müssen auf den Booten fest montiert und wasserdicht sein, damit von ihnen im Fall des Kenterns keine Umweltgefahr ausgeht. Zudem gilt für Fahrten mit Elektromotoren eine Höchstgeschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde. Außerdem dürfen nur Elektromotoren mit einer maximalen Motoreingangsleistung von 1 500 Watt verwendet werden, für Kajütboote sind Elektromotoren bis 3 680 Watt erlaubt. 

Neue Regelung

Neu ist, infolge der geänderten Benutzungsordnung, die Ausnahme, dass Segelvereine, Segelschulen und Rudervereinen im Rahmen der Jugendausbildung während des Training Elektromotoren mit einer höheren Motorleistung einsetzen dürfen. Vom Verbot der Verbrennungsmotoren ausgenommen sind „offizielle“ Bootseigner wie Ruhrverband, Feuerwehr und Rettungsdienste und die Möhneschifffahrt.

Die Freizeitordnung, die auch andere Nutzungen wie Windsurfen, Baden, Tauchen oder Angeln regelt, findet sich auf der Internetseite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare