Karnevalsumzug 2020

Körbecker Narren feiern, bis alles vorbei ist - mit Video!

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Ein letztes Mal gut lachen, jedenfalls als amtierender Bürgermeister, hatte Hans Dicke (links) mit dem Dreigestirn Adjutant Wigbert, Prinzessin Ellen und Prinz Marc.

Körb´ke – Aufhören, wenn es am schönsten ist, das mag sonstwo gelten, nicht aber in Körbecke, wenn da am Fastnachtsdienstag Straßenkarneval gefeiert wird.

Klar: Bürgermeister Hans Dicke wird die Rathausschlüssel noch in diesem Jahr dauerhaft abgeben, und am Aschermittwoch ist ja auch für alle anderen Narren schon wieder alles vorbei – aber vorher gaben sowohl der bekennende Karnevalist Dicke als auch das nicht minder bekennende Volk noch einmal richtig Umzugs-Gas. 

Der Prinz von 2013 und angehende Ex-Bürgermeister konnte sich allerdings einiges anhören von den Gruppen im Zug, die sich ihn zum Finale noch einmal zur Brust nahmen. So diente ihm die Delegation aus Wamel kurzerhand einen neuen Job in Soest an – was Passendes und moralisch halbwegs Akzeptables war freilich nicht dabei. 

Karnevalsumzug in Körbecke

Nützlich machte sich Dicke mit den „Fröschen“, seinem karnevalistischen Heimatbiotop, aber schon: Als Ärzteteam, komplett mit grünem Kittel und Mundschutz, boten sie im Fußvolk einen „Schnelltest“ auf Viren aller Art an – von Corona bis närrischen Bazillen. Überhaupt: In die Ferne schweiften viele Wagenbauer und Fußtruppen bei ihren Beiträgen nicht, das wenig Gute lag für sie ganz nah. Zum Beispiel 

  • fuhren „Die Einzig Wahren“ mit mobiler Konzertscheune und einem schrägem Orchester vor – zu spät für die ausfallenden „Kunststückchen“. 
  • nahmen die Jungs vom Gänsebruch den „Sauna-Klüngel“ aufs Korn, mit der Lizenz für Seilschaften. Ein deftiger Seitenhieb, unter anderem, auf die Chalet-Pläne am Südufer. 
  • rollten „Dai Vandalen“ als Familie Feuerstein im Greta-Mobil durch den Ort – noch jünger und doch schon viel weiter als das Vorbild aus dem Norden. 
  • verulkten „Die Spontanen“ den Brexit: Boris Johnson schossen sie zu den Klängen von AC/DC ins Weltall. 
  • suchten und fanden „Dai Iulenspaigels“ die total coole Eisprinzessin – und holten dazu Prinzessin Ellen (Hartung) auf ihren Wagen. Sie meisterte alle Aufgaben mit Bravour. 
  • setzten die „Klaukschuiters“ Prinz Marc auf den (Game of) Thron(es) und riefen Möhnesee zur Monarchie aus. . zeigten die „Bumsköppe“ ihren allerersten Wagen, inklusive Freiluftgymnastik zu flotter Musik. 
  • kämpften „Die UnBierschreiblichen“ als Wickie und die starken Männer gegen den fiesen Sven und dessen Crew – um ein Fass Bier. 
  • gingen Dai Stoiwers in die Luft – als Heißluftballone. . inszenierten „Die Störtebekers“ das anstehende Rennen ums Rathaus als eine Partie Pferdederby, so wie man es von der Kirmes kennt – bloß im Großformat: Kugel ins passende Loch und der Zosse trabte Felder vor. 
  • spielten „Die Mottecks“ Monopoly – das Spiel um große Deals, bei denen alle mitspielen wollen. ein Kämmerer, ein Schützenoberst, der aufhören will, ein Fraktionschef, der auf allen Straßen Hotels bauen will, ein braver Bürger. Kommt bekannt vor? 
  • verzauberten „Urse Pöste“ in Strumpfhosen und Rüschenröckchen mit „Schwanensee“ – mit den Damen der „Pink Panthers“ als Partnerinnen fürs Straßenballett. 

Und das war noch längst nicht alles. Nicht genug vom Karneval bekamen die meisten Besucher des Umzugs aber auch, nachdem der die zweite Runde gedreht und sich aufgelöst hatte. Sie strömten ins Festzelt, wo die Party erst so richtig los ging – und bis in den späten Abend dauert. Und wem es auch dann noch nicht reicht, der findet ohne allzu lange Suche anschließend auch noch ein Plätzchen zum Weiterfeiern. 

Aber das ist eine andere Geschichte...

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