Darum hilft Chantal Göbel (21) einer Rentnerin im Garten

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Zwei, die sich glänzend verstehen: Chantal Göbel hilft Dorita Pasenau bei der Gartenarbeit.

Möhnesee – „Die beiden haben sich gesucht und gefunden.“ Dieser Meinung sind Rica Wegmann, Ansprechpartnerin für Seniorenarbeit bei der Gemeinde Möhnesee, sowie Lisa Schirmer, Leiterin im Jugendtreff. Sie sprechen von Chantal Göbel und Dorita Pasenau – inzwischen ein eingespieltes Team, das sich bestens versteht.

Die 21-jährige Chantal steht der Ruheständlerin im Garten zur Seite – so gut und zuverlässig, dass Dorita Pasenau sie nicht mehr missen möchte. „Es macht mir Spaß, Ältere zu unterstützen“, nennt die junge Möhneseerin ihre Beweggründe. 

Beim Termin in Wippringsen regnet es mal wieder, und es ist warm – ein Wetter, bei dem das Wildkraut besonders gut sprießt. Also kommt Chantal zum Einsatz, sie jätet, harkt, und zwischendurch ist auch noch Zeit für einen kleinen Plausch. Dorita Pasenau ist froh über die für sie beinahe unentbehrliche Hilfe „Gut, dass es die Taschengeldbörse gibt“, meint die 79-Jährige. Dieses ehrliche Lob hören Rica Wegmann und Lisa Schirmer, denen das gemeinsame Projekt sehr am Herzen liegt, natürlich gern. 

Ihr Anliegen ist es, die Generationen zusammenzubringen. Alt und Jung sollen sich besser kennenlernen. Die einen bringen ihre Erfahrung ein, die anderen frische Ideen. Beide Seiten profitieren.

 Eines streichen die Organisatoren heraus: Die Taschengeld-Börse ist keine Arbeitsvermittlung – es geht um gelegentliche kleine Jobs, die im allgemeinen Verständnis unter den Begriff „Gefälligkeit“ fallen. Mindestens fünf Euro die Stunde gibt es für die Hilfe, es darf gerne mehr sein. Dorita Pasenau hörte im vorigen Jahr, gleich nach dem Start, von der neuen Initiative. „Das kam für mich genau zur richtigen Zeit“, betont sie. Denn allein schafft sie die Pflege ihrer Beete nicht mehr. 

Chantal und sie haben einen guten Draht zueinander. Beide freuen sich jedes Mal auf ein Wiedersehen. „Ich komme gern“, sagt Chantal Göbel. Sie gehörte im vorigen Sommer zu den ersten jungen Leuten, die sich spontan bereit erklärten, ihre Zeit für Senioren zur Verfügung zu stellen. Die Einladung richtet sich an 14- bis 20-Jährige, die sich auf vielfältige Art und Weise nützlich machen können. Tipps zum Bedienen des Smartphones geben, einen Rollstuhl-Fahrer zur Eisdiele begleiten, den Rasen mähen, aus der Zeitung vorlesen – „um solche alltäglichen Dinge geht es“, erklärt Lisa Schirmer. Und: „Die Hilfe ist auch relativ spontan möglich.“

Informationen bei Rica Wegmann (für Senioren) unter 02924/981162 und (für Jugendliche) bei Lisa Schirmer unter 02924/851330, 0171/8920076

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