Wanderportal bündelt Angebote

Tor zum Arnsberger Wald soll sanften Tourismus nach Völlinghausen holen

Die Parksituation an der Straße Zum Wildpark gilt als unübersichtlich und damit verbesserungswürdig.
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Die Parksituation an der Straße Zum Wildpark gilt als unübersichtlich und damit verbesserungswürdig.

Im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzeptes, kurz Diek, wurden bereits im Jahr 2018 mit intensiver Beteiligung der Völlinghauser Bürger viele Ideen und Pläne gesammelt, die der Rat einstimmig zur Kenntnis genommen hatte.

Möhnesee-Völlinghausen - Ein Leitziel für den Ort Völlinghausen ist, dort Infrastruktur für einen „sanften Tourismus“ zu schaffen. Einig ist man sich, dort unter dem Begriff „Wanderportal Völlinghausen“ einzelne Maßnahmen aus dem Diek zu realisieren.

Das Konzept

Das Büro B.S.L aus Soest wurde beauftragt, eine Konzeptstudie zu erarbeiten. Garten- und Landschaftsarchitekt Klaus Schulze stellte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr, Touristik und Klimaschutz die Konzeptstudie vor.

„Was ist ein Wanderportal?“, fragte Schulze in die Runde, um dann selbst die Antwort zu geben: Ein Wanderportal ist zunächst eine Anlaufstelle, eine Art Tor zum Arnsberger Wald. Ziel sei, die Freizeitanlage Völlinghausen zu einer Freizeitdestination zu entwickeln. Völlinghausen habe eine völlig andere Struktur als zum Beispiel Körbecke als Anziehungspunkt. Ähnliche Wanderportale gebe es bereits im Allgäu und der Pfalz.

Parken

Man sehe der ehemaligen Freizeitanlage mit Minigolfanlage, Wiese für de Hundesportverein und den ehemaligen Tennisplätzen an, dass alles in die Jahre gekommen sei. Zunächst müsste die Parksituation neu geregelt werden, schlug Schulze vor. So lade die Straße „Zum Wildpark“ tatsächlich zum „wilden Parken“ ein. Die Parksituation sei dort sehr unübersichtlich. Wer ein- oder ausparke, müsse viel rangieren, was auch für Passanten gefährlich sei.

Individualverkehr

Der Planer regt an, die Straße vom Individualverkehr zu befreien. Stattdessen könnten neue Parkplätze als Schotterrasenplätze entstehen. Gleichzeitig könnte man den Parkplatz bei Sämer attraktiver machen, der den Eingangsbereich zum Wanderportal darstellen könnte.

Rundweg

Der Planer möchte mehrere Generationen unter einen Hut bekommen, für jedes Alter soll eine Attraktiviät geschaffen werden. So soll eine „Völlinghauser Runde“ errichtet werden. Das soll ein kurzer, ebener Rundweg sein, deren Zielgruppe ältere Leute oder Eltern mit kleinen Kindern sind. „Wandern mit andern Mitteln“, so nennt es Schulze: Es gibt eine Kilomentierung und mehrere Bänke. Auch der Untergrund ist seniorengerecht und barrierefrei.

Nicht weit entfernt ist eine Pumptrack-Anlage für Mountainbike-Fahrer oder Rollsportler geplant. Pumptracks können auch mit einem BMX-Rad, dem Laufrad, Skateboards oder Inlineskates befahren werden.

Mountainbike

Ergänzt werden soll das Gelände durch eine Dirt-Bike-Anlage, ähnlich wie sie zurzeit in Körbecke entsteht. Für Ballspieler ist eine attraktive „Fußballmulde“ in Planung. Ein sportliches Angebot soll Mountainbikern mit einem Flowtrail im Wald gemacht werden. Selbstredend müssen neue Sanitäranlagen gebaut werden, wo genau, das wird noch zu entscheiden sein.

Klaus Schulze regte an, dass die Fraktionen darüber beraten, wie die Zukunft des Wanderportals aussehen soll. Was soll zum Beispiel mit dem Gelände des ehemaligen Tennisheims geschehen, dass zurzeit von einem Hundeverein genutzt werde? Und in welche Richtung soll der Wohnmobil-Stellplatz entwickelt werden? Da gebe es mehrere Kategorien von Basic über Standard bis zu Premium, wo auch Gebühren erhoben werden können. Wollen Politik und Verwaltung dort einen Platz mit Sanitären Anlagen, Strom- und Wasserversorgung? Oder soll alles so bleiben, wie es ist am Wohnmobilplatz? Schulze: „Da werden Sie sich entscheiden müssen.“

Die Ausschussmitglieder reagierten positiv auf die Konzeptstudie, die Grünen forderten, die Völlinghauser Bürger bei den Plänen mit einzubeziehen, was die anderen Fraktionen ebenfalls wollen. Ausschuss-Vorsitzender Jürgen Walzinger (BG) erklärte, alle mit einzubinden, Bürger, Ortsvorsteher, Fraktionen und Verwaltung.

Beratungen

Jetzt diskutieren die Fraktionen über die vorliegenden Pläne. Im Sommer wird weiter beraten.

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