Möhnesee-Schule für Demokratie-Projekt ausgezeichnet

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Für ihr Engagement in der jugenddemokratischen Schul-AG „Jugend Power Möhnesee“ wurden die Schüler der Möhnesee-Schule ausgezeichnet. Die Schüler Marius Säcker und Dunja Erlenkötter nahmen die Auszeichnung von Michael Ridder, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von „Demokratisch Handeln“, entgegen.

Körbecke - Selbst mitwirken und dafür sorgen, dass Möhnesee zu einer „Wohlfühlregion“ für Jugendliche und Erwachsene wird, das ist das Ziel der „Jugend Power Möhnesee“. Für ihr Engagement wurden die Mitglieder der jugenddemokratischen Schüler-AG der Möhnesee-Schule nun mit der bundesweiten Auszeichnung „Demokratisch Handeln“ bedacht.

„Dass ihr aus der Geschichte heraus etwas Neues macht und mit wie viel Engagement ihr dabei rangeht, ist wirklich beeindruckend“, lobte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des bundesweiten Förderprogramms, Michael Ridder, die Schüler. Den mit der Auszeichnung verbundenen Preis, eine Fahrt zum Tag der Talente in Berlin, haben die Schüler bereits im September eingelöst.

Schülerinnen Jana Reinecke und Thea Ehrenbrusthoff durften stellvertretend für die AG drei Tage als „Best Practice Botschafterinnen“ in der Hauptstadt verbringen und ihr Projekt unter anderem Bildungsministerin Anja Karliczek vorstellen. Dort kamen sie auch mit anderen Jugendlichen ins Gespräch. „Es war sehr motivierend zu sehen, dass es auch andere gibt, die sich engagieren“, erzählt Thea.

Auf YouTube stellen die Schüler ihr Projekt in einem Video vor, allerdings auf Englisch.

Die Möhnesee-Schule hatte sich vor etwa einem Jahr gemeinsam mit 226 anderen Schulen für den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Wettbewerb beworben. Und war unter die besten 50 gekommen. Aktuell befassen sich die Schüler mit dem Erholungswald in Völlinghausen. Den wollen sie umgestalten. „Es ist schwierig, dort spazieren zu gehen. Es ist sehr hügelig und gibt nur wenige Kennzeichnungen. Gerade ältere Menschen können dort nicht gut laufen“, erklärt Schülerin Dunja Erlenkötter.

Kleine Dinge, große Wirkung

Ein Wegeplan, Bänke und Infotafeln über die Geschichte des Waldes und der Umgebung sollen den Wald aufwerten. Das Engagement der Schüler kommt nicht nur bei der Wettbewerbsjury gut an. „Wir bekommen viel positives Feedback und was uns richtig überrascht hat, uns wird Gehör geschenkt“, sagt Dunja.

Neben dem großen Projekt beschäftigen sich die Schüler aber auch mit kleineren Verbesserungen im Ortsbild. So wurde auf ihre Anregung bereits eine Schaukel auf einem Körbecker Spielplatz ausgetauscht, ein Glashaus an einem Spielplatz in Echtrop gereinigt, sodass es wieder als Treffpunkt von Jugendlichen nutzbar war, und die Scheibe eines Vereinshauses in Brüllingsen repariert.

„Es sind kleine Dinge, aber Erwachsenen wäre so etwas wahrscheinlich gar nicht aufgefallen“, sagt Madita Affeldt. „Nicht nur Erwachsene können etwas ändern, auch wir Jugendliche können etwas tun und die Gemeinde unterstützen“, ergänzt Mitschülerin Dunja.

Das Projekt soll auch im nächsten Ausschuss für Schule, Kultur, Vereine und Generationen am Dienstag, 13. November, um 17.30 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus vorgestellt werden.

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