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So feiern die Jecken in Körbecke Karneval - der Umzug fällt aus

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Von: Thomas Brüggestraße

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Veranstaltungen – wie der Umzug aus 2018 – sollen nicht Ausgangspunkt für neue Ansteckungswellen vor Ort werden.
Veranstaltungen – wie der Umzug aus 2018 – sollen nicht Ausgangspunkt für neue Ansteckungswellen vor Ort werden. © Dahm

Die Körbecker Karnevalsgesellschaft präsentiert einen Fahrplan für eine „Session light“. Wichtigster Punkt: Die Jecken verzichten auf einen Umzug.

Körbecke – „Zurück ins Leben, wir feiern auf Sicht!“ Das ist der Grundgedanke für die am Donnerstagabend (11. November) eröffnete Karnevals-Session. Und die Jecken der Körbecker Karnevalsgesellschaft (KKG) sind glücklich, dass sie mitten in der inzwischen vierten Corona-Viruswelle überhaupt wieder – oder besser noch – in großen Gruppen feiern dürfen.

Veranstaltungen sollen nicht Ausgangspunkt für neue Ansteckungswellen vor Ort werden. Der KKG-Vorstand legte deshalb einen Fahrplan für eine „Session light“ vor, wie Vorsitzender Aloys Koch es formulierte: Kein Umzug am Fastnachtsdienstag, keine rauschende Prinzessinnenproklamation, kein Seniorenkarneval im Ludwig-Kleffmann-Haus, kein Kinderkarneval, kein Festzelt auf dem Pankratiusplatz, kein großer, bunter Weiberkarneval der Kfd, keine muntere Heroldsprüfung und anschließenden Unfug im Dorf. Stattdessen kleinere Veranstaltungen für nachgewiesen vollständig Geimpfte und Genesene, dazu strikte Hygiene- und Sicherheitskonzepte, Sicherheitsdienst für die nötigen Kontrollen. Blasmusik und Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr werden wieder Karnevalshits spielen, und auch die Tanzgarden dürfen endlich wieder auf die Bühne – aber eben alles mit Vorsicht.

So feiern die Jecken in Körbecke Karneval: Planungssicherheit gibt es nicht

Absolute Planungssicherheit gebe es derzeit nicht, es gehe vor allem um verantwortungsvolles Handeln, erläuterte Koch die langen und reiflichen Überlegungen im Vorstand, die vielen Gespräche mit allen, die Karneval überhaupt erst möglich machen. Ein „Augen zu und durch“ nach dem Muster „wird schon gut gehen“, das werde es nicht geben.

„Feiern, nicht feiern, mit Kontrollen, ohne Kontrollen – das sind Fragen, die spalten“, sagte Aloys Koch dem Anzeiger, und er gab zu: „Ich war schon etwas nervös, ich wusste nicht, wie unsere Mitglieder jetzt reagieren, wenn wir sagen, dass es wieder keinen Umzug gibt.“

Alles gut: Nicht einer hat den Plänen widersprochen – ganz im Gegenteil. „Ich bin froh, dass Ihr genau das beschlossen habt“, sagte etwa Elmar Redemann, und alle klopften Beifall. Auch für das Dreigestirn gab es viel Beifall: Prinz Marc Gröne, Prinzessin Ellen Hartung und Adjutant Wigbert Schockenhoff von der Wagenbauertruppe „Dai Lümmels“ machen noch ein Jahr weiter.

So feiern die Jecken in Körbecke Karneval: Narren ändern Satzung

Eine Satzungsänderung zum Punkt Vorstandswahlen wurde einstimmig durchgewunken: Jedes Jahr steht künftig abwechselnd eine der Funktionen zur Wahl für eine neue Amtszeit an. Um in den Rhythmus zu finden, wurde in diesem Jahr Frank Geppert als Geschäftsführer für drei Jahre gewählt. Bernd Overhage wurde für zwei weitere Jahre als neuer Vize- Vorsitzender gewählt. Im erweiterten Vorstand bleiben Präsident Thorsten Koerdt und Jugendwart Tim Vilbusch im Amt.

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