Brandstifter unterwegs?

Feuerwehr löscht Brand an Firmen-Gebäude - Zeugen machen verdächtige Beobachtungen

Feuerwehr im Einsatz: Brand Möhnesee-Stockum
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Unter schwerem Atemschutz löschte die Feuerwehr Möhnesee den Brand.

Das nächste Kapitel eines einsatzreichen Wochenendes der Feuerwehr Möhnesee wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag geschrieben. Die Polizei sucht Zeugen, da sie vermutet, dass Brandstifter die Verfasser des dritten und vorerst letzten Einsatz-Kapitels gewesen sind.

Möhnesee - 1.31 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag: Über den Notruf wird der Feuerwehr Feuerschein aus einem Firmengebäude am Gutenbergweg in Stockum gemeldet. 

Wenige Minuten später treffen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Möhnesee vor Ort ein. Ein Wertstoff-Container, der von einem Unterstand geschützt direkt am Gebäude steht, steht lichterloh in Flammen.

Im Container liegen unter anderem Batterien des Unternehmens für Elektro- und Sicherheitstechnik. Unter schwerem Atemschutz bekämpfen die Feuerwehrleute den Brand, können ein Übergreifen auf das Firmengebäude verhindern. 

Mit Netzmittel, einem niedrig dosierten Wasser-Schaum-Gemisch, wird die Fassade rechtzeitig gekühlt, sodass keine nennenswerten Schäden entstehen, berichtet Feuerwehrsprecher Markus Paetzold.

Um auch letzte Glutnester zu erreichen, setzen die Einsatzkräfte Netzmittel ein.

Über ein gekipptes Fenster verschaffen sich die Einsatzkräfte Zugang ins Gebäude, ohne Schaden anzurichten. Eine leichte Verrauchung wird entdeckt. Durch Überdrucklüfter wird das Haus vom Rauch befreit. 

Brand in Möhnesee-Stockum: "Zum Glück war die Feuerwehr sehr schnell da!"

"Zum Glück war die Feuerwehr sehr schnell da! Wir haben wirklich Glück gehabt", betont der Firmenchef vor Ort. Wäre der Brand etwas später entdeckt worden, wäre der Schaden deutlich höher gewesen. 

Brandstiftung? Zeugen machen verdächtige Beobachtungen

Gemeldet worden war der Brand von Zeugen, die den Feuerschein entdeckt hatten. Zeugenaussagen ist es auch zu verdanken, dass die Polizei einen konkreten Anhaltspunkt hat, wie das Feuer ausgebrochen sein könnte: "Durch mehrere Zeugen wurde ein grauer Nissan-Kleinwagen gesehen.

In dem Fahrzeug befanden sich vermutlich drei jüngere männliche Personen. Das Fahrzeug fuhr zunächst langsam durch den Gutenbergweg. Als die Personen angesprochen wurden, beschleunigte der Fahrer und verließ die Örtlichkeit in unbekannte Richtung", erklärt die Polizei. 

Die Polizei ermittelt und ist auf der Suche nach weiteren Zeugen.

Durch ihr Verhalten machten sich die Unbekannten verdächtig. Ob sie etwas mit dem Brand zu tun haben, kann die Polizei jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Sie schließt Brandstiftung aber nicht aus und hofft, dass sich weitere Zeugen unter der Telefonnummer 02921/91000 melden.

Christian Böddeker, Leiter der Feuerwehr Möhnesee, betont, dass sich die Feuerwehr neben der Bekämpfung des Feuers auch darauf konzentrieren musste, dass die Umwelt durch die Löscharbeiten nicht gefährdet wurde. Dazu wurde frühzeitig eine Löschwasser-Rückhaltung errichtet.

Um 3.30 Uhr - zwei Stunden nach dem Alarm - ist der Einsatz für die rund 40 Einsatzkräfte der Löschzüge 1 und 3 beendet.

Am Samstagmittag war die Feuerwehr Möhnesee bereits bei einem schweren Motorradunfall im Einsatz, am Freitag gab es Großalarm an der ZUE in Echtrop.

Ein oder mehrere Brandstifter hatten Feuerwehr und Polizei zuletzt im benachbarten Soest in Atem gehalten. Zwar wurden drei junge Personen in einer Feuer-Nacht vorläufig festgenommen, doch der Tatverdacht konnte durch die Ermittler nicht erhärtet werden. Die Verdächtigen mussten wieder freigelassen werden. Die Brandstiftungs-Serie in Soest fand im Anschluss trotzdem ein Ende.

Auch in Wickede war die Feuerwehr im Nacht-Einsatz und musste eine brennende Gartenhütte löschen. Auch in diesem Fall kann Brandstiftung als Ursache nicht ausgeschlossen werden.

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