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ADAC-Campingplatz Körbecke: Aufschub für Dauercamper, aber keine Erleichterung

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Von: Ludger Tenberge

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Vor dem Büro des Platzverwalters standen die Camper dicht an dicht und machten ihrem Ärger Luft.
Vor dem Büro des Platzverwalters standen die Camper dicht an dicht und machten ihrem Ärger Luft. © THOMAS BRUEGGESTRASSE

Der ADAC will seinen Campingplatz am Möhnesee in Körbecke umstrukturieren. Die Dauercamper sind verärgert. Jetzt gewährt der Automobil-Club Aufschub - vorerst.

Körbecke - Der ADAC Westfalen will die geplanten Änderungen bezüglich des Campingplatzes in Körbecke um ein Jahr aufschieben. Nachdem die Überlegung für eine Umstrukturierung seitens vieler Dauercamper auf vehemente Kritik gestoßen war, weil sie ihre Standplätze aufgeben sollten, will der Automobil-Club die Lage offenkundig entspannen.

ADAC-Campingplatz Körbecke: Aufschub für Dauercamper, aber keine Erleichterung

Wie in der Versammlung mit den Dauercampern in der Möhnesee-Halle Ende Juni angekündigt worden war, hat der ADAC Westfalen die geplanten Maßnahmen zur Umgestaltung des Campingplatzes am Möhnesee in seiner Vorstandssitzung am 19. Juli behandelt. Dabei seien auch die Gesprächsinhalte der gemeinsamen Besprechung mit den Dauercampern behandelt worden, teilte der Club in einer Pressemitteilung mit.

In der Sitzung sei durch den Vorstand einstimmig beschlossen worden, die Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Platzes um ein Jahr zu verschieben, sodass im Jahr 2023 noch keine der geplanten Veränderungen für die Camper umgesetzt werden. Diese Zeit wolle der ADAC Westfalen dazu nutzen, um sich mit den Vertretern der Dauercamper des Platzes intensiv über die nächsten Schritte auszutauschen.

ADAC-Campingplatz Körbecke: Dauercamper reichen Vorschläge ein

Wie ADAC-Pressesprecher Till Westermann ergänzend berichtete, hat die Arbeitsgruppe der Dauercamper ihrerseits bereits Vorschläge eingebracht. Es sei nun zu prüfen, was in die kommenden Gespräche mitgenommen werden kann.

Bernd Kirchhoff aus Erwitte, der zur Arbeitsgruppe der Dauercamper gehört, bewertete den Schritt des ADAC einerseits erfreut, andererseits skeptisch. Nach Bekanntwerden der ADAC-Pläne sei die Stimmung unter den Dauercampern deprimiert gewesen. Der Aufschub bedeute eine kleine Erleichterung: „Jetzt ist ein bisschen Luft da, dass man noch einen Sommer auf dem Platz genießen kann, aber nächstes Jahr stehen wir eventuell genauso da.“

Kirchhoff bestätigte, dass zwischen dem ADAC und der Arbeitsgruppe weitere Gespräche geplant sind. Falls es zu einer Umstrukturierung des Platzes kommen sollte, sei es wünschenswert, dass der ADAC sich zum Beispiel an den Kosten beteiligt, die fällig werden, wenn ein Dauerplatz geräumt werden muss.

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