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Wameler wollen es wissen: Was schafft der Bauhof und was nicht?

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Von: Thomas Brüggestraße

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Alle zwei bis drei Jahre werden die Kopfweiden normalerweise beschnitten.
Die Möglichkeiten eines Bauhofs sind begrenzt, die Aufgaben aber äußerst vielfältig. Wie da eine Balance gefunden werden kann, das war jetzt Thema einer Versammlung in Wamel. © Privat

Nicht wirklich grün sind viele Wameler der Gemeindeverwaltung, wenn es um die Pflege einiger Anlagen in ihrem Ortsteil geht. Das erfuhr der neue Bauamtsleiter jetzt aus erster Hand.

Wamel – Wie knapp schaut es aus bei der Gemeinde? Gibt es genug Mitarbeiter für Grünschnitt und Pflegearbeiten, wachsen Grün und Unkraut wegen des Wetters und an bestimmten Stellen einfach nur schneller als anderswo? Und überhaupt: Wer müsste eigentlich schneiden und pflegen an dieser und jener Stelle: Gemeinde, Kreis – oder vielleicht ein Anwohner? „Wir wollen auf niemandem rumhacken, lass‘ uns einfach in Ruhe schauen, wo man was besser machen könnte, mit wem man reden kann“, so Ortsvorsteher Harald Beckers im Nachgang zur Einwohnerversammlung im Feuerwehrgerätehaus in Wamel.

Und er ist damit ganz im Einklang mit dem neuen Bauamtschef Jürgen Schmidt, der sich jetzt auch den Wamelern persönlich vorstellte. Schmidt: „Das Personal schafft nicht mehr alles, da muss was geändert werden auf Dauer – aber das geht nicht von jetzt auf gleich.“

Sorgen machen sich die Wameler auch vor noch mehr Starkregen. „Wir werden solche Wettereignisse wie jetzt im Ahrtal öfter erleben“, das schätzt nicht nur der Ortsvorsteher.

Der Wunsch in Wamel ist Vorausschau: Der Wameler Bach müsste öfter gepflegt werden, damit nirgendwo etwas verstopft, der Bach über die Ufer tritt und das Dorf überschwemmt. Überhaupt sei angesichts gehäufter Unwetter mit richtig viel Wasser Entwässerung und Pflege der Rohrleitungen das Thema für die Zukunft, um Schäden rechtzeitig vorzubeugen. Man setze hier auf die Gemeinde, sagte ein Anwohner, der sich jahrelang privat krummlegte, um den Bach frei zu halten: „Ich kann’s nicht mehr…“

Die letzte Ruhe wurde ebenso zum Thema: Sarg, Urne, Stele, Kolumbarium, eine Grabstelle mit Grabstein oder aus welchen Gründen auch immer doch anonym?

Welche Bestattungsformen gibt es, wie teuer kann es werden für die Hinterbliebenen, was alles ist zu beachten? Ist der Friedhof zu halten, gehört er zum Dorf, ist er Heimat und ein Stück Kultur – oder wandert alles ab in den Friedwald? Das soll beleuchtet werden, wenn demnächst ein Bestatter als Fachmann eingeladen wird. „Wir machen da einen getrennten Abend draus – man muss ja mal darüber reden“, findet Beckers.

So wie der Ortsvorsteher sind alle gespannt, wie es vorangehen wird mit der Renovierung der Hubertus-Schützenhalle. Beckers: „Vom Fortschritt hängt ab, ob wir einen Weihnachtsmarkt haben, ob die Schützen ihr Winterfest feiern.“

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