Sanierung in Wamel

Mehr als 100.000 Euro vom Land: Schützen verschönern Hubertushalle

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Matthias Kotewitsch, Oberst der Hubertus Schützen Wamel berichtet, für welche Sanierungsarbeiten das Geld vom Land genutzt werden soll.

Möhnesee-Wamel – Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft vom heiligen Hubertus haben allen Grund zur Freude: Vor gut zwei Wochen flatterte ihnen der Bewilligungsbescheid vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Gleichstellung und Bauen ins Haus.

Um ihre Schützenhalle zu sanieren, bekommen die Hubertus-Schützen 103 880 Euro vom Land NRW. „Mitte September 2019 hatten wir davon erfahren, dass aus Mitteln der Dorferneuerung Gelder fließen. Wir hatten genau zwei Wochen Zeit, um alles hintereinander zu bekommen und die Förderanträge zu stellen“, sagt Oberst Matthias Kotewitsch. Alle Gewerke müssen formell ausgeschrieben und Fachfirmen beauftragt werden. 

Die Hubertushalle in Wamel gilt als dorfprägend, deshalb wird die Sanierung mit öffentlichen Mitteln gefördert. Außer von den Hubertus-Schützen wird die Halle von zahlreichen anderen Vereinen und Gruppen des Dorfes für Sitzungen und geselliges Zusammensein genutzt. Neben der Theatergruppe „Wameler Dilettanen“ nutzen die Feuerwehr, Karnevalsgruppen, Parteien und Jugendliche die Halle. Ein großer Weihnachtsmarkt mit Nikolausfeier lockt regelmäßig viele Besucher in die Halle. 

Insgesamt wollen die Schützen 190.000 Euro in die Hand nehmen, um ihre Halle auf Vordermann zu bringen. 103.000 kommen vom Land, die Restkosten wollen sie selber finanzieren und Geld aufnehmen. „Unsel Ziel war, bis Jahresende 2020 mit den Renovierungsarbeiten fertig zu sein. Jetzt haben wir aber erfahren, dass die Fördermittel erst im nächsten Jahr fließen, deshalb verzögern sich die Arbeiten“, so Kotewitsch. 

Theaterraum wird zuerst saniert

Jetzt im Herbst steht die erste Renovierung an: Der große Theaterraum unterm Dach wird saniert. Dort proben die Dilettanten und präsentieren einmal im Jahr der Öffentlichkeit ihr Können. „Die Elektrik ist, wie alles da oben, 45 bis 50 Jahre alt und muss dringend erneuert werden.“ Neben Elektrik und Beleuchtung erhält der Raum einen neuen Fußboden, eine neue Akustik-Decke – im Augenblick hallt es stark – und einen neuen Anstrich. Die Kosten der Renovierung für den Theaterraum belaufen sich auf rund 45.000 Euro. Bereits vor zwei Jahren flossen 2000 Euro aus Mitteln des „Heimatschecks“. Das Geld wurde für den Einbau neuer Fenster im Theaterraum verwendet – doch auch da musste der Verein kräftig Geld dazu schießen. 

„Seit gut acht Jahren renovieren wir jedes Jahr, sonst kommt man nicht mehr nach bei so einer großen Halle“, so der Schützenoberst. Zwischenzeitlich sei gut 30 Jahre nichts an der Halle gemacht worden, 2001 habe man dann zunächst den Speiseraum renoviert. Schritt für Schritt wurde die Halle modernisiert, von den Toiletten bis zur Sektbar. „Wir sind nur ein kleiner Verein in einem kleinen Dorf und zählen 275 Mitglieder – in unserer Halle steckt wirklich viel Arbeit.“ 

In Wamel ist Vogelschießen Frauensache

Der Speiseraum – mit „Diskokeller“ darunter und darüberliegendem Theatersaal vor 50 Jahren ursprünglich als Schützenhalle erbaut – erhält aus den Fördermitteln neue Bodenfliesen. Auch das Dach wird komplett erneuert. 

Der Bereich des Haupteingangs wird komplett neu gestaltet, mit 95 Prozent aus Glas und mit Rampe ausgestattet, damit die Halle barrierefrei erreichbar wird. Insgesamt erhält die Hubertushalle drei neue Türen: Der Haupteingang, die Tür zum Speisesaal und die Tür zur Küche werden erneuert. „Die Türen sollen auch in diesem Jahr noch fertig werden“, so will es der Oberst. Der Verein hofft, nächstes Jahr im Frühjahr wieder Karneval feiern zu können. 

Beleuchtung und Heizung im April

Im April 2021 sollen in der großen Halle eine Heizung eingebaut werden und die Beleuchtung erneuert werden. Für die große Halle käme nur eine Deckenheizung in Frage, die an die bestehende Heizungsanlage angeschlossen wird. „Dann kann die große Halle auch im Winter genutzt werden“, freut sich der Oberst. Die Fliesen und der Tanzboden der großen Halle sind noch gut und bleiben so wie sie sind.

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