Mieteinnahmen fehlen in Möhnesee-Echtrop

Lockdown „eine echte Katastrophe“: Eissportzentrum hofft jetzt auf knackig-kalte Monate

Derzeit kein Hereinkommen: Die Eishalle in Möhnesee-Echtrop bleibt in diesem Monat dicht. Um Energiekosten zu sparen, wird das Eis mit minus 2 statt minus 8 Grad gekühlt.
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Derzeit kein Hereinkommen: Die Eishalle in Möhnesee-Echtrop bleibt in diesem Monat dicht. Um Energiekosten zu sparen, wird das Eis mit minus 2 statt minus 8 Grad gekühlt.

„Dass wir so schnell nach der Saisoneröffnung wieder schließen mussten, ist für uns eine echte Katastrophe“, sagt Daniel Finder, Betriebsleiter des Eissportzentrums Möhnesee in Echtrop. „Das Eis liegt brach.“

Möhnesee-Echtrop - Weil das Eissportzentrum als Freizeiteinrichtung gilt, bleiben die Tore wegen der Corona-Schutzverordnung den November über geschlossen. Freizeit-Eisläufer müssen die Kufen im Schrank lassen. Auch der Vereinssport mit den Eishockeyspielern, Eisschnellläufern und Eiskunstläufern muss mindestens in diesem Monat pausieren.

Dem Eissportzentrum brechen die Einnahmen weg: „Wenn die Vereine nicht aufs Eis können, können wir auch die Eismiete nicht verlangen“, erklärt Finder. Auch das Geld der einzeln zahlenden Eissportfreunde fehlt. Ob man 75 Prozent der verlorenen Einnahmen vom Bund erhält, müsse noch geprüft werden.

Gerade das Kühlen des Eises ist energieintensiv und daher teuer. Je wärmer die Temperaturen im Herbst und Winter seien, desto ungünstiger für die Betreiber der Eishalle. Finder hofft jetzt auf knackig-kalte Monate. Er versucht, die Eisdecke übergangsweise niedriger zu halten und die Eisfläche statt mit minus 8 Grad mit minus 2 Grad zu kühlen – das spare zumindest Energiekosten.

Viel in Konzepte investiert

„Wir haben viel in die Schutz- und Hygienekonzepte investiert“, so Finder. Und alles habe gut geklappt, nachdem das Eissportzentrum Anfang Oktober mit einer Eis-Disco die Saison eröffnet hatte: „Die Leute haben sich sehr gut an das Konzept gehalten und online die Eintrittskarten auch für die normalen Laufzeiten vorbestellt.“

150 Kufen-Freunde durften gleichzeitig aufs Eis, damit die Abstände eingehalten werden konnten. Normalerweise findet Ende Oktober eine große Helloween-Party in der Halle statt – die wurde vorsorglich schon abgesagt.

Abtauen lohnt sich nicht

Für vier Wochen das Eis abzutauen, lohne sich nicht und sei zu aufwendig. „Wenn wir abtauen, dann ist diese Saison rum“, sagt Finder. 90 Kubikmeter Wasser auf 1800 Quadratmetern – das Einfrieren und Auftauen benötige viel Vorbereitung und Pflege. Die Anlage müsse nach dem Abtauen gereinigt und entkalkt werden – „das macht man nicht dreimal in der Saison.“

Normalerweise würde mit den Vorbereitungen Anfang September begonnen, damit man Mitte September mit der Kühlung beginnen und Anfang Oktober das Eis-Vergnügen stattfinden kann.

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