Neues Kreuz für die Drüggelter Kapelle

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Pfarrer Wolfgang Fabian von der Gemeinde zum Guten Hirten Möhnesee und Künstler Michael Winkelmann stellten das neue Kreuz für die Drüggelter Kapelle vor. 

Möhnesee - Vor zwei Jahren war der Schreck groß, als Unbekannte die Ampel aus der Drüggelter Kapelle gestohlen hatten. Die Künstler Michael und Christoph Winkelmann hatten das sakrale Kunstwerk vor acht Jahren für die Drüggelter Kapelle erschaffen.

Jetzt gibt es ein neues Kreuz für Drüggelte, das eine andere Form als sein Vorgänger besitzt und bereits fertig gestellt ist. Es wurde ebenfalls wieder von den Gebrüdern Winkelmann aus Günne entworfen. Das Kreuz wird nun dauerhaft in der umgebauten Sakristei der St. Pankratiuskirche hinter Panzerglas aufbewahrt. „Es wird nur noch zu besonderen Gottesdiensten in die Drüggelter Kapelle gebracht“, sagt Pfarrer Wolfgang Fabian. Sonst sei es zu gefährlich, dass auch das neue sakrale Werk wieder Räubern zum Opfer fällt. 

„Viele Touristen besuchen die Kapelle, es werden dort auch klassische Konzerte gegeben, die Kapelle ist tagsüber immer geöffnet“, erklärt Michael Winkelmann. Am  Freitagabend um 18 Uhr wird das Kreuz in einem Festgottesdienst in der Drüggelter Kapelle von Pfarrer Fabian gesegnet. „Wir wollen auch ein Zeichen setzen, dass wir nicht aufgeben.“ 

Fuß und Rahmen des Werks sind aus Bronze. In der Mitte, dem Herz des Kreuzes, befinden sich vier kleine Quadrate aus rotem Jaspis, ein Edelstein, der in Idar-Oberstein geschliffen wurde. Das Kreuz bilden vier Reliefs aus Silber, die das Glaubensbekenntnis symbolisieren. Bildlich dargestellt und in Reliefarbeit getrieben, wird gezeigt: Die Geburt Christi, Kreuzigung und Tod, die Auferstehung und die Auffahrt in den Himmel. „Das sind die Kernsätze unseres Glaubens“, erklärt Pfarrer Fabian. 

Diese vier Bilder sind die gleichen, die auf der gestohlenen Ampel dargestellt waren. „Die Zeichnungen hatte ich zum Glück noch aufbewahrt“, sagt Michael Winkelmann, der zusammen mit seinem Bruder nun ein neues Unikat in Fein- und Kleinarbeit erstellt hat. Die roten Jaspissteine in der Mitte sind das Herz des Werks. Pfarrer Fabian: „Es symbolisiert, dass wir Menschen unsere Sorgen, Ängste, Probleme und Wünsche Jesus Christus anvertrauen können.“ 

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