Körbecker Karneval: Fehlt noch die Lieblichkeit

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„Körb’ke Helau!“ Hier freut sich der fast komplette Elferrat mit Prinz Hans-Georg II. „Gea“ Griese (mit Jöppel) und seinem Adju Martin Buxot (links daneben).

Körbecke - Hans-Georg II. „Gea“ Griese schwingt den Jöppel, Martin Buxot ist sein „Adju“. Soviel steht fest seit Freitag. Da tagten die Jecken im Haus des Gastes zur Prinzenproklamation.

Den Elferrat gibt es handverlesen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der beiden: Dietmar Trompeter, Tobias Trompeter, Michael Schlüter, Alfred Eickhoff, Bernold Uhrmeister, Andreas Heitmann, Benedikt Abel, Dirk Mackenroth und Eberhard Eickhoff machen mit, auch Meinolf Griese, Marc Herting, Matthias Langguth und Pfarrer Ludger Eilebrecht – der kennt den Spaß, war bei sich zuhause selber schon mal Prinz.

Wer sind die Neuen? „Verdiente Karnevalisten“, sagt Aloys Koch dazu, Vorsitzender der Körbecker Karnevalsgesellschaft: „Deshalb sind sie‘s ja geworden.“ Musik machen Prinz und Adju schon ewig zusammen – und wenn einmal ein Lied fehlen sollte für den Karneval, dann setzt „Gea“ sich hin und komponiert kurz eins: „Wir sind alle Körbecker Kinder“ wurde ein Dauerbrenner, ebenso „Die Bären sind erwacht“ – und für die laufende Session soll das Lied auch schon trocken sein: Selbst ist der Prinz! 

Wie wird man Prinz in Körbecke? „Die Prinzenmacher waren unterwegs – ein ausgesuchtes Komitee von Fachleuten“, erklären die Karnevalisten dazu. Und weil der neue Prinz Sohn ist vom Hotelier und Prinz Karneval 1956 Hans-Georg I. Griese und zweitens ein gewiefter Bauingenieur, so lud ihn sein Bruder Meinolf ein: Im Ostflügel vom Hotel „Haus Griese“, da müsse man doch endlich mal darangehen, die Zahl der modernen, lichtdurchfluteten Seminarräume zu erweitern und vielleicht auch gleich einen Austritt auf einen schick pompösen Ausguck zu planen. „Gea“ brachte alles mit und vermaß brav das halbe Hotel – bis er plötzlich auf die Herren mit den Karnevalsmützen traf. Er soll nicht lang gefackelt haben: Mit einem dreifachen „Körb‘ke Helau!“ war die Sache rund.

Vergeben sind damit aber längst noch nicht alle Positionen im Karneval: Fürs Dreigestirn fehlt noch Ihre Lieblichkeit, die Prinzessin – sie wird am kommenden Samstag in der Möhneseehalle vorgestellt, am Ende der Prinzessinnenproklamation. Karten gibt es im Ort im „Griffelkasten“ und im Kiosk Hermann. Bär, Kinderbär und Bärenlaier werden ebenfalls am kommenden Samstag vorgestellt. Neuer „Herold“ könnte Michael Essler werden. Besteht er die kuriose Prüfung am 21. Januar, dann wird er „40 n.K.“, also Vierzigster nach Ernst Klingelmann, der diese Figur erfand und lange lebte. Seit er im Himmel Karneval feiert, gibt es jedes Jahr einen neuen Herold, und „1 n. K.“ 

Werner Leifert feiert in diesem Jahr Dienstjubiläum als Präsident der „Klingelmänner“. Die Kinder im Ort sind mindestens so jeck wie die Großen – sie feiern am 28. Januar ab 15.11 Uhr in der Möhneseehalle – mit eigenem Dreigestirn und Elferrat. 

Die wilden Weiber laden am 8. Februar zur Sitzung, die Senioren feiern am 2. Februar im Ludwig-Kleffmann-Haus. Wer nicht Reißaus nimmt vor soviel Radau und Helau, ist eingeladen, überall mitzusingen und mitzuschunkeln.

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